Bessere Lernmöglichkeiten für Schulkinder

Umbau im Gemeindehaus St. Jacobi: Endlich eigene Räume für Schularbeiten

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Wandschmuck für neue Räume im Gemeindehaus: Die Leiterin der Schularbeitenhilfe, Hildegard Alvares, und Jacobi-Pastor Harald Storz präsentierten eine Europakarte.

Göttingen. Seit mehr als 30 Jahren hilft die Schularbeitenhilfe der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Jacobi in Göttingen vor allem Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch die Schulzeit. Jetzt hat die Hilfseinrichtung endlich eigene Räume im Gemeindehaus von St. Jacobi.

„35 Jahren lang hat sich die Schularbeitenhilfe irgendwie arrangiert mit Multifunktionsräumen, die auch von anderen Gruppen genutzt werden“, sagte Jacobi-Pastor Harald Storz während der offiziellen Präsentation der umgestalteten Räume. Sie wurden frei, weil die Göttinger Tafel eigene Räume in einem anderen Gebäude gefunden hat.

Im Gemeindehaus können jetzt Gruppen unterschiedlichen Alters in zwei getrennten Räumen mit altersgerechter Möblierung ihre Hausaufgaben erledigen, ohne sich gegenseitig zu stören. Oberstufenschüler können sich bei Bedarf in einen Besprechungsraum zurückziehen, um sich ungestört auf ihr Abitur vorbereiten zu können.

Hildegard Alvares kümmert sich seit nunmehr fünf Jahren darum, dass möglichst immer genügend geeignete ehrenamtliche Kräfte da sind, wenn von 14 und 16 Uhr zwischen zwölf und 20 Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Schulen kommen, um ihre Hausaufgaben zu machen. Viele Kinder haben außerhalb ihrer Schule nur hier Gelegenheit, mit anderen Deutsch zu sprechen und damit auch zu lernen, schildert Alvares die Situation der Migrantenkinder. Individuelle Nachhilfe könnten sich ihre Eltern niemals leisten. Die 14 ehrenamtlichen Kräfte der Schularbeitenhilfe arbeiten unentgeltlich. Sie kommen aus unterschiedlichen Berufen vom pensionierten Lehrer bis zum Studenten. Einige von ihnen haben früher selber von der Schularbeitenhilfe profitiert.

Die Einrichtung der neuen Räume für die Schularbeitenhilfe ist nur der erste Schritt zur weiteren Umgestaltung des Gemeindehauses, kündigte Pastor Storz an. Bei der Sanierung des Hauses sind barrierefreie Toiletten im Erdgeschoss und der Einbau eines Fahrstuhls im Treppenhaus geplant. Hätte die Schularbeitenhilfe keine eigenen Räume bekommen, hätte sie während dieser Umbauarbeiten für ein halbes Jahr schließen müssen – mit unabsehbaren Folgen für die Zeugnisnoten der Kinder. (p)

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