Kartonagen müssen zerlegt werden

Entsorgungsbetriebe bieten größere Behälter an: Kartons stehen oft neben blauer Tonne

Zu viel Kartons: Mitarbeiter der Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) beim Abtransport der blauen Tonnen für Papier- und Pappabfall. Die Mitarbeiter müssen aber immer mehr neben den Tonnen stehende Kartons einzeln einwerfen, das vermehrt die Arbeit. Und die Fahrzeuge sind dafür nicht vorgesehen.
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Zu viel Kartons: Mitarbeiter der Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) beim Abtransport der blauen Tonnen für Papier- und Pappabfall. Die Mitarbeiter müssen aber immer mehr neben den Tonnen stehende Kartons einzeln einwerfen, das vermehrt die Arbeit. Und die Fahrzeuge sind dafür nicht vorgesehen.

Den Mitarbeitern der Göttinger Entsorgungsbetriebe machen die neben den Blauen Tonnen für Papierabfall abgestellten Kartons zu schaffen.

Göttingen – Denn diese müssen eigens und händisch überkopf in die Schüttöffnung des Sammelfahrzeugs geworfen werden. „Es steht viel zu viel daneben, obwohl in der Tonne mitunter noch Platz ist“, sagt Maja Heindorf, Sprecherin der Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB).

„Das belastet die Mitarbeiter zusätzlich bei ihrer ohnehin körperlich sehr anstrengenden Arbeit“, so Heindorf,

Hinzu komme, dass moderne Abfallsammelfahrzeuge nicht für das händische Befüllen konzipiert sind. Vielmehr entstehe dadurch ein weiteres Gefährdungspotenzial. „Vor kurzem ereignete sich im Landkreis Göttingen ein entsprechender Unfall“, so die GEB.

Weiteres Problem: Sind die Kartons dann noch klamm oder durchnässt, zerreißen sie und das Entsorgungsgut wird flächig verteilt. Das wollen die GEB nun abstellen. Man schütze damit auch die Mitarbeiter.

Helfen sollen mehr große Altpapiertonnen oder der Ersatz durch einen noch größeren Container. „Ist auf dem Grundstück ausreichend Platz für das Aufstellen einer weiteren Altpapiertonne oder eines größeren Behälters vorhanden, so können Eigentümer und Wohnungsverwaltungen bei uns mehr blaues Volumen bestellen.“ Heindorf verspricht: „Die blauen Behälter sind und bleiben weiterhin kostenfrei und werden im 14-tägigen Entsorgungsrhythmus geleert,“

Die Bestellung kann schriftlich, per E-Mail an geb@goettingen.de und telefonisch über die Servicenummer 0551/400-54 00 erfolgen. Es werden auch weitergehende Fragen beantwortet.

Mehr Volumen befreie aber nicht von der Notwendigkeit, sperrige Kartons zu zerlegen und damit so vorrangig zu verkleinern, dass sie in die Behälter passen. Zum Recyclinghof der GEB im nordöstlichen Groner Industriegebiet können auch größere Mengen Altpapier und Kartonagen kostenfrei angeliefert werden. Sofern Bündelsammlungen laufen, sollten diese auch genutzt werden.

GEB-Mitarbeiter werden in den nächsten Wochen rot-grüne Anhänger an den Blauen Tonnen anbringen. Darauf werden noch einmal die Spielregeln der Entsorgung erklärt.

Interessant: Der Anteil an Zeitungen, Zeitschriften und Katalogen in der blauen Altpapiertonne nimmt laut GEB ab. Gleichzeitig ist eine Zunahme von voluminösen Kartons in, auf und neben den Altpapiertonnen festzustel-len. Die Zunahme der Kartonagen sei auch auf das veränderte Einkaufsverhalten der Menschen – beschleunigt durch die Corona-Krise – über Online-Shops zurückzuführen. Weitere Infos gibt es hier. (Thomas Kopietz)

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