Entspannungsmusik in Göttinger Linienbussen gegen Bluthochdruck 

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Fahrgäste können es erkennen: Die beiden Relax-Linienbusse der Göttinger Verkehrsbetriebe, denen Entspannungsmusik gespielt wird, sind auffällig gekennzeichnet. 

Göttingen. Mit Entspannungsmusik gegen hohen Blutdruck: In einem bundesweit einmaligen Pilotprojekt wird in zwei Linienbusse der Göttinger Verkehrsbetriebe Entspannungsmusik gespielt.

Damit soll der Einfluss auf den Blutdruck der Fahrerin beziehungsweise des Fahrers gemessen. Das kündigte Michael Neugebauer, Chef der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) an.

Blutdruckspezialist Dr. Egbert G. Schulz (links) und Betriebsratsvorsitzender Carsten Syring.

Begleitet wird das Pilotprojekt vom Göttinger Blutdruckinstitut, einem Zusammenschluss zu Prävention, Information und Bekämpfung des Bluthochdrucks in Südniedersachsen. Der Vorsitzende des eingetragenen Vereins, der Blutdruckspezialist Dr. Egbert G. Schulz, hofft, dass er bei den beiden Testfahrern, einer Frau und einem Mann, den wissenschaftlich nachgewiesenen Mozart-Effekt auch bei der stressigen Tätigkeit des Busfahrens wird feststellen können.

24-Stunden-Messung

Dazu werden in einer Versuchsreihe bei den beiden Testpersonen jeweils über 24 Stunden der Blutdruck gemessen, um zu prüfen, ob sich die Musik positiv auswirkt. Außerdem soll an Hand von Fragebögen herausgefunden werden, ob sie sich auch auf die Befindlichkeit der Fahrgäste auswirkt. Auf zwei Bussen wird mit der in nicht zu übersehender grün-weißen Schreibschrift gehaltenen Aufschrift „Relax Bus“ auf das Pilotprojekt hingewiesen.

Gestartet wurde die Aktion durch eine Initiative des Krankenversicherers Barmer GEK in Göttingen, die sich in den Verkehrsbetrieben zur Verbesserung der Mitarbeitergesundheit engagiert. Nach den Worten des Betriebsratsvorsitzenden Carsten Syring arbeiten von den 325 Beschäftigten 225 als Busfahrer. Der Krankenstand von 8,9 Prozent sei vergleichsweise niedrig. In den vergangenen fünf Jahren sei es durch unterschiedliche Maßnahmen gelungen, ihn kontinuierlich zu senken.

Gleichwohl zählt der Beruf zu den stressigen und anstrengenden, sagte Ute Hinberg vom Krankenversicherer. Als Gründe nannte sie unter anderem den dichten Verkehr mit Autos und Radfahrern, Ärger mit manchen Fahrgästen und Hitze.

Kontakt: Göttinger Verkehrsbetriebe, Gustav-Bielefeld-Straße 1, 37079 Göttingen, Tel. 0551/38 44 40.

www.goevb.de

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