Erdwärme: Uni Göttingen startet Erkundung im März

Erdwärme: Bei Bohrungen werden mit Industriediamanten besetzte Bohrköpfe eingesetzt. Das Bild entstand in Südhessen. Foto: dpa

Göttingen. Die Universität und die Universitätsmedizin Göttingen denken über den Einsatz von Erdwärme. Deshalb gibt es jetzt Untersuchungen im Stadtgebiet.

Mit Schallwellen soll in den nächsten Wochen untersucht werden, inwiefern Erdwärme künftig bei der Energieversorgung der Hochschule eine Rolle spielen könnte. Für das Projekt ist die Universitätsenergie Göttingen GmbH, eine Tochtergesellschaft von Universität und Universitätsmedizin Göttingen, gemeinsam mit der Geothermie-Gruppe des Geowissenschaftlichen Zentrums verantwortlich. Dabei erzeugen spezielle auf Lastwagen montierte Vibratoren Schallwellen, mit denen die Struktur des Untergrundes bis zu einer Tiefe von 5000 Metern sichtbar gemacht werden kann.

Bevor sich der auffällige Messtrupp voraussichtlich in der zweiten Märzwoche etwa zehn Tage lang durch Göttingen bewegt, werden ab sofort alle betroffenen Einrichtungen, Grundstücksbesitzer und Anwohner informiert und um Erlaubnis gebeten, die entsprechenden Flächen – vor allem öffentliche Straßen – nutzen zu dürfen.

Universität und Universitätsmedizin Göttingen wollen ihre künftige Energieversorgung unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten sowie unter Beibehaltung der hohen Versorgungssicherheit neu ausrichten.

Erdwärme, vor allem aus großer Tiefe von bis zu 5000 Metern, könnte dabei in Zukunft einen bedeutenden Beitrag zur zentralen Versorgung des Fernwärmenetzes liefern. Da über die genauen geologischen Verhältnisse unterhalb von Göttingen vergleichsweise wenig bekannt ist, sind zunächst die Geowissenschaftler gefragt: Die nun anstehenden ersten geophysikalischen Messungen sollen Grundlagen liefern, um das Potenzial der Erdwärme im Sinne einer regenerativen Nutzung abschätzen zu können. Vor Beginn der eigentlichen Messungen im März wird das Projekt in einer öffentlichen Informationsveranstaltung noch einmal ausführlich vorgestellt.  (bsc)

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