Erfolg bei Wettbewerb: 6,5 Millionen Euro für Plasma-Forschung in Göttingen

Freuen sich über den Erfolg für die Göttinger Plasma-Forschung: Prof. Dr. Wolfgang Viöl, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), und HAWK- Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel. Foto: HAWK/nh

Göttingen. Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) hat als einzige niedersächsische Hochschule den bundesweiten Wettbewerb „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region“ gewonnen.

Die Göttinger Fakultät bekommt für die nächsten vier Jahre eine Fördersumme von 6,5 Millionen Euro.

Riesenerfolg

„Das ist ein Riesenerfolg für unsere Hochschule und wird der Forschung auf den Zietenterrassen einen Schub geben“, sagte Prof. Dr. Wolfgang Viöl, der das Projekt angeschoben hatte. Der HAWK-Vizepräsident für Forschung und Transfer ergänzt: „Das ist eine richtig gute Teamleistung von den Wissenschaftlern und Kooperationspartnern.“ Dazu gehören aus Südniedersachsen die Unternehmen Mahr, Sartorius, Qioptic, Kappa, Cinogy, Otto Bock, Pro4 Plasma und iba.

Partnerschaft

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird die HAWK-Forschungs- und Innovationspartnerschaft „Plasmatechnologien aus Südniedersachsen – Impulse für ein gesundes Leben“ zunächst für vier Jahre unterstützen.

Forschungsstärke

HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel freut sich: „Durch den Erfolg bei FH-Impuls erweist sich die HAWK als eine der zehn forschungsstärksten Fachhochschulen in Deutschland.“

Zwischenbilanz

Bei positiver Zwischenbilanz wird die Förderung um weitere vier Jahre verlängert, so dass dann insgesamt 13 Millionen Euro Forschungsmittel für den Zeitraum von acht Jahren zur Verfügung stehen.

Neue Anwendungen

Die Partnerschaft „Plasma for Life“ ermöglicht die Entwicklung von völlig neuen Anwendungen – beispielsweise für den Gesundheitsbereich. So hat die HAWK bereits einen Plasmakamm entwickelt, der Kopfläuse beim Kämmen vollkommen schmerzlos für den Nutzer und ohne den Einsatz von Chemie abtötet. Hierzu nutzt das Gerät ungefährliche Hochspannung, um ein Plasma zu erzeugen, das auf die Läuse einwirkt.

Glückwünsche

Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic zählte zu den ersten Gratulanten: „Das ist ein toller Erfolg für die HAWK. Die Hochschule erhält die Chance, ihr Forschungsprofil nachhaltig zu schärfen und den Wissens- und Technologietransfer in der Region voranzutreiben.“

80 Bewerbungen

Im Vorfeld hatten sich über 80 Hochschulen bei FH-Impuls um die Förderung beworben. Zehn, darunter die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, wurden schließlich ausgewählt. Der Wettbewerb gilt auf dem Sektor der Fachhochschulen als Pendant zur Exzellenzinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, mit dem die Spitzenforschung an deutschen Universitäten gefördert wird. Insgesamt stellt das Bundesministerium rund 100 Millionen Euro für eine Förderdauer von bis zu acht Jahren bereit. 

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.