Erkundung: Geologen bohren bis in 100 Meter Tiefe

Bohrkerne: Sie sind das Ergebnis von Tiefenbohrungen. Das Bild entstand im größten deutschen Lager für Bohrkerne in Niederpöllnitz in Thüringen. Foto: dpa

Göttingen. Noch bis Freitag, 28. November, wird im südlichen Landkreis Göttingen bis in 100 Meter Tiefe gebohrt. Dabei wird der Aufbau der Erdschichten erkundet.

Für die Bohrungen ist das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) als „Staatlicher Geologischer Dienst“ verantwortlich. Die Arbeiten laufen bis Freitag in den Gemeinden Gleichen, Rosdorf und Friedland. Insgesamt soll es zehn Bohrungen geben. Die Bohrungen haben aber nichts mit den Themen Fracking, Kohlendixid-Speicherung und Endlagerung radioaktiver Abfälle zu tun, betont das Landesamt in einer Mitteilung. Die Geowissenschaftler des Landesamtes wollen einfach untersuchen, wie die geologischen Schichten aufgebaut sind. Die Ergebnisse der Bohrungen liefern wertvolle Informationen zur Entstehungsgeschichte, unter anderem von Ablagerungen aus der Eiszeit.

Wie bei allen Bohrungen der geologischen Landesaufnahme werden auch in diesem Fall die Ergebnisse nach Abschluss der Arbeiten in einer Bohrdatenbank zu finden sein. Sie sind dann über den Kartenserver des Landesamtes abrufbar. (bsc)

http://nibis.lbeg.de/cardomap3

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