Landkreis erstattete Anzeige

Ermittlungen gegen Sprecher des rechten Freundeskreises

Sprecher des Freundeskreises und Ex-Landratskandidat der NPD: Jens Wilke. Foto: nh

Göttingen. Die Polizei ermittelt gegen den Sprecher des als äußerst rechts geltenden „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“, Jens Wilke. Der Anlass: eine Beleidigung.

Der Anwalt der Landkreis-Mitarbeiterin hat Wilke auch wegen Bedrohung und übler Nachrede angezeigt.

Der Landkreis Göttingen und eine Mitarbeiterin hätten zuvor Strafantrag gestellt, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung am Dienstag.

Jens Wilke hatte die Frau am Donnerstag, 23. März, bei einer vom „Freundeskreis“ auf Facebook dokumentierten Kundgebung als „antideutsches Geschmeiß“ bezeichnet. „Staatsterroristen“ wie sie müssten „aus der Anonymität geholt“ und „beim Namen genannt“ werden, sagte er.

Gegen drei Mitglieder des „Freundeskreises“ sind außerdem Ermittlungsverfahren wegen schwerer Körperverletzung anhängig. Sie sollen im vergangenen November teils bewaffnet auf Gegendemonstranten losgegangen sein und diese verletzt haben.

Der „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ veranstaltet seit etwa anderthalb Jahren in Südniedersachsen und Westthüringen Kundgebungen und „Mahnwachen“ – auch immer häufiger in Göttingen.

Zu einer Kundgebung des Freundeskreises am Samstag, 1. April, waren 100 Rechtsradikale angereist. Demgegenüber standen etwa 1500 Gegendemonstranten. Die Polizei war mit etwa 1000 Beamten im Einsatz. Gewaltaktionen waren glücklicherweise weitgehend ausgeblieben. (epd/tko)

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