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Erste Kinder in Region Göttingen sind geimpft: Große Resonanz auf Adventsaktion – SC Hainberg organisierte ebenfalls Impfungen

Hat schon eine ganze Reihe Impfungen hinter sich: Katharina (links) ließ sich Freitag von Assistenzarzt Kolja Meier das Vakzin gegen Corona verabreichen.
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Hat schon eine ganze Reihe Impfungen hinter sich: Katharina (links) ließ sich Freitag von Assistenzarzt Kolja Meier das Vakzin gegen Corona verabreichen.

Ohne Wartezeiten haben am Freitag fünf Ärzte in der Göttinger Adolf-Reichwein-Schule Fünf- bis Elfjährige geimpft. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin organisierte das dreitägige Adventsimpfen, die erste Aktion dieser Art für Kinder in der Uni-Stadt, gemeinsam mit Stadt und Landkreis. Auch der SC Hainberg und die AWO organisierten gemeinsam eine Impfaktion.

Götingen – „Ich bin schon oft geimpft worden“, erklärte Katharina (7) souverän und schlüpfte mit dem linken Arm aus ihrem Pullover. Assistenzarzt Kolja Meier desinfizierte die Einstichstelle und setzte die Spritze. Zum Abschied gab es eine kleine Packung Gummibärchen. Die Mutter zeigte sich erleichtert. „Meine Tochter hatte schon mehrfach eine Lungenentzündung“, erklärte sie. Deshalb habe sie sofort auf das Impfangebot reagiert. Beim Kinderarzt hätte Katharina erst Ende Januar einen Termin erhalten.

„Ich möchte, dass mein Kind bestmöglich geschützt ist“, betonte Ulrike Mäßig, die mit Tochter Julia (9) in die Grundschule gekommen war. Bei Kindern verliefen Corona-Infektionen zwar meistens nicht so schwer, aber die Kleinen könnten die Krankheit weitertragen. Mit der Impfung wolle sie ihren Beitrag dazu leisten, dass Schulschließungen vermieden würden. Lob zollte die Mutter der Universitätsmedizin, die „superschnell“ auf die Impfstoff-Freigabe für Kinder reagiert habe.

„Die Eltern sind unglaublich gut vorbereitet“, gab Medizinstudentin Lara Rodenburg das Lob zurück. Sie ließ sich an der Einlasskontrolle die Impf- und Testnachweise der Eltern sowie die Terminbestätigung zeigen, maß berührungslos die Körpertemperatur.

Die Väter und Mütter hatten die Unterlagen alle griffbereit. Nur einen Vater mit Kind musste Rodenburg zurückschicken. Er hatte es ohne Termin probiert.

Wollen den Kindern die Angst vor der Spitze nehmen, in dem sie die Mädchen und Jungen selbst einmal in die Rolle des Arztes schlüpfen lassen: Medizinstudentinnen der Göttinger Teddyklinik waren bei der Impfaktion dabei.

Lange Namenslisten lagen ein Stockwerk höher vor Maya Walper auf dem Tisch. „Bisher sind alle angemeldeten Kinder auch gekommen“, zeigte sich die Medizinstudentin erfreut. Ohne Wartezeiten konnte sie die Impfwilligen drannehmen und dann nach nebenan ins Klassenzimmer schicken. Dort hatte die Stadt Trennwände aufgestellt. Fünf Ärzte verabreichten Spritzen. Einzelne Kinder bekamen dann doch kalte Füße. Manche fingen an zu weinen.

Um das zu vermeiden, hatte die Teddyklinik der Universitätsmedizin gleich am Eingang eine Station für Stofftiere eröffnet. Dort konnten Kinder zunächst einmal ihr Kuscheltier impfen. Das wurde in einem eigens ausgestellten Impfpass dokumentiert. „Wer mitmacht, ist hinterher viel gelassener, wenn er selbst an die Reihe kommt“, betonte Medizinstudentin Bilgin Bayram. (Michael Caspar)

Impfaktion von SC Hainberg und Arbeiterwohlfahrt

Am Freitag (17.12.2021) startete als Kooperationsprojekt von SC Hainberg und AWO Häuschen Lönsweg eine weitere Impfaktion in Göttingen.

Da der Versuch, an ein mobiles Impfteam zu kommen, gescheitert war, wurde kurzerhand eine Aktion mit der Hausärztin Dr. Alexandra Hähnel organisiert. So konnten 180 Impfungen angeboten werden. „Das Besondere ist, dass wir gezielt die ältere Bevölkerung aus dem Ebertal und dem Umfeld des SC-Hainbergs erreichen wollten“, heißt es von den Organisatoren. Dafür haben sie Flyer in den Haushalten verteilt. Außerdem wurden die Termine persönlich und auch per Telefon angenommen, zusätzlich gibt es ein Bus-Transfer vom AWO-Häuschen im Lönsweg zu den Räumen des SC-Hainberg. „Die Termine waren innerhalb von wenigen Stunden weg und sehr viele Nachbarinnen und Nachbarn glücklich“, heißt es weiterhin. Zusätzlich ermöglicht der SC Hainberg auch Impfungen für Geflüchtete. (bsc)

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