Erste Online-Vorstellung am 19. März

Göttinger Projekt zeigt Theater gegen Rassismus und über die Wirkung von Sprache

Drei junge Menschen liegen mit den Köpfen als Dreieckform bildend nebeneinander, sie haben eine leichte Goldschicht auf sich.
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Spielen bei dem Theaterstück mit: die Berliner Schauspielerin Javeh Asefdjah (unten links) sowie die beiden Göttinger Sandrinne Ugitoh Essem (Masterstudentin) und Mark Kutah (Biolandwirt).

Ein Theaterstück gegen Rassismus zeigt jetzt das Göttinger „boat people projekt“: „Gold – Die Künstlerin ist abwesend“ ist ab Freitag, 19. März, im Internet als Stream zu sehen.

Göttingen – Thematisiert wird in dem Theaterstück vor allem die Wirkung von Sprache, die verharmlosen und verletzen kann, sowie Gewalt und „die Hoffnung auf einen echten Dialog“, teilt das „boat people projekt“ mit. „Jedes Wort, auch wenn es manchmal schwer fällt, ist auf die Goldwaage zu legen. Auch ahnungslos ausgesprochene Vorurteile sind Vorurteile“, heißt es weiter.

Erzählt wird die Geschichte einer bildenden Künstlerin namens Irina Baryalei, die erstmals ihre Kunstwerke bei einer Vernissage ausstellen darf. Viele Jahre hatte sich niemand für sie interessiert, doch nun hat sie den Eindruck, dass sie nur wegen ihres ausländisch klingenden Namens eingeladen wurde. Sie soll ein Publikumsgespräch führen, das ihr aber zu entgleiten droht.

Zuschauer entscheiden, wie viel Geld sie bezahlen wollen

Besetzt sind die Rollen von der Berliner Schauspielerin Javeh Asefdjah, der Göttinger Master-Studentin Sandrinne Ugitoh Essem sowie dem Göttinger Biolandwirt Mark Kutah. Die ersten sechs Vorstellungen werden online gezeigt. Live-Vorstellungen sind laut „boat people projekt“ ab Mai geplant.

Einen festen Preis für die Vorstellungen gibt es nicht, sondern einen sogenannten „Solidaritäts-Beitrag“: „Die Zuschauer können für den Stream so viel zahlen, wie sie möchten und können“, teilt das Projekt mit.

Premiere ist am Freitag, 19. März, ab 20 Uhr. Weitere Vorstellungen sind am Sonntag, 21. März, Freitag, 26. März und Sonntag, 28. März jeweils ab 20 Uhr, Zugang erfolgt über die Internetseite boatpeopleprojekt.de.

Hinzu kommen Aufführungen in Kooperation mit dem Kulturamt Unterföhring mit anschließendem Online-Publikumsgespräch an den Samstagen, 20. und 27. März jeweils ab 19 Uhr, erreichbar über die Seite buergerhaus-unterfoehring.de. (Jan Trieselmann)

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