Erster Flohmarkt für Musik in Göttingen

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Gut besucht: Der erste Göttinger Musikflohmarkt. 

Göttingen. Gitarrenakkorde und Flötentöne waren am Samstag in der Zentralmensa zu hören. Beim ersten Göttinger Musikflohmarkt vom Kulturbüro des Studentenwerks hat so manche Platte, manches Musik-Accessoires mal eben den Besitzer gewechselt.

Auf einer Stadttour durch Göttingen sind Julia Marie Tietz und Sebastian Strohmayer in der Zentralmensa gelandet. Die Studierenden aus Hamburg und Heidelberg haben sich bei Freunden in Göttingen getroffen.

Beim Weg über das Universitätsgelände sind sie zufällig in das Musiktreiben geraten. Julia Tietz ist sofort fündig geworden: Den Wein zur Musik kann ihre Mutter bald aus Römern vom Musikflohmarkt trinken. Gleich daneben werden Gitarren ausprobiert. Kristian Fahl hat es sich zum Hobby gemacht, gebrauchte Gitarren bei E-Bay zu kaufen, sie auf Vordermann zu bringen und weiter zu verkaufen. Weil sein Lager mittlerweile seine Räume sprenge, will er seinen Bestand auf dem Flohmarkt reduzieren und findet viele Interessenten.

„Das ist der interessanteste Stand“, lobt ein Student das Angebot von Manfred Damaschke in der Flut von alten Schallplatten und Noten. Im Alter von 75 Jahren will Damaschke seine Radio-Sammlung verkleinern. Ein Gag ist die große Taschenlampe, mit der man auch Nachrichten hören kann. Viel bewundert wird das rote Grammophon, das Damaschke in jungen Jahren noch beim Musik-Kontor Hack gekauft hat, lange bevor Sound and Vision den Laden übernahm. Der Technikfan verkauft auch Musikfremdes: ein Wählscheibentelefon und ein Messgerät, mit dem man die Tiefe von Löchern ermittelt. Maike Erdmann und Paul Hudson kaufen ihm ein Metronom ab. Hobby-Musiker Hudson mag den Klick, der hilft, den Takt genau zu halten.

Aus dem Internet und aus den lokalen Medien haben Anbieter wie Besucher von dem Musikflohmarkt erfahren. Die Resonanz lässt auf Wiederholung hoffen. (zul)

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