Polizeipräsenz wird erhöht

Innenminister Boris Pistorius: Weihnachtsmärkte in Niedersachsen bleiben offen

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Es muss weiter gehen: Die Weihnachtsmärkte in Niedersachsen werden als mögliche Reaktion auf den vermeintlichen Terroranschlag in Berlin nicht vorzeitig schließen. Auch in Göttingen rund um das Gänseliesel werden sich weiter Menschen treffen. 

Hannover/Göttingen. Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt bleiben die Weihnachtsmärkte in Niedersachsen geöffnet.

Ein Schließung der wäre die falsche Reaktion, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag in Hannover.

„Dann hätten die Terroristen ihr Ziel erreicht: Wir würden klein beigeben. Wir würden uns verkriechen.“ Allerdings werde die öffentliche Polizeipräsenz um die Märkte erhöht.

Die Beamten werden mit Schutzwesten ausgestattet und sollen sichtbar Maschinenpistolen tragen, allerdings nicht im Gedränge.

Die Göttinger Polizeidirektion will zur Sicherheit auf Märkten in der Region im Laufe des Tages eine Stellungnahme abgeben, sagte eine Sprecherin am Vormittag.

Pistorius sprach mit Blick auf die Ereignisse von Berlin von „sinnloser und feiger“ vermutlich terroristischer Gewalt. „Es ist ein Anschlag auf unsere Freiheit, unsere Unbekümmertheit, unsere Freude am Leben.“ Die Täter wollten die Botschaft senden, dass es jeden hätte treffen können. Pistorius rief dazu auf, sich die Franzosen zum Vorbild zu nehmen. Diese hätten nach den Anschlägen von Paris oder Nizza demonstrativ bekundet, dennoch wieder ins Freie gehen zu wollen. „Lassen Sie uns auf die Weihnachtsmärkte gehen“, sagte Pistorius. Er selbst werde dies auch tun.

Laut Innenministerium gibt es in Niedersachsen etwa 40 größere Weihnachtsmärkte. (epd/tko)

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