Europa-Empfang: Französisch-Unterricht nicht eingeschränken

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Europa-Empfang in Göttingen mit, von links, Konsul Piotr Golema, Christa Neifeind, Harm Adam, Christian Moos und Göttingens Bürgermeister Wilhelm Gerhardy.

Göttingen. Harsche Kritik an den Plänen des Niedersächsischen Kultusministeriums, den Französisch-Unterricht in der Sekundarstufe II zu reduzieren, übte die Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft Göttingen, Christa Neifeind.

Beim Europaempfang der Europa-Union in Göttingen vor etwa 140 Gästen im Gemeindesaal der Johanniskirchengemeinde sagte sie: „Verständigung beruht auf Sprache.“ Auch die Sprachenpolitik in Frankreich findet Christa Neifeind als „empörend“. Denn in Paris will die zuständige Ministerin ihrerseits den Deutschunterricht in den Schulen einschränken.

Der Göttinger Empfang lehnte sich an das Vorbild des Weimarer Dreiecks an, in dem sich Deutschland, Frankreich und Polen zu Konsultationen Treffen. Das Göttinger Dreieck wurde gemeinsam von der Europaunion, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft und der Deutsch-Französischen Gesellschaft gestaltet.

Der polnische Konsul in Hamburg, Piotr Golema, sorgte sich angesichts der Ukraine-Krise und dem Machtstrebens Russlands um die Sicherheit der Staaten an der östlichen Grenzen der EU: „Es wäre hilfreich, wenn wir die Solidarität nicht aus den Augen lassen.“

Der Generalsekretär der Europa-Union, Christian Moos, hofft, dass Europa aus den gegenwärtigen Krisen gestärkt hervorgeht und den Weg zu einem europäischen Bundesstaat beschreiten wird: „Auch wenn es noch einige Jahrzehnte dauern wird.“

Harm Adam, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft und der Europaunion in Göttingen unterstrich, wie wichtig die europäischen Werte sind. (zhp)

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