Corona

Europa-Union: Offene Grenzen in der Krise

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Die Gemeinde Schengen in Luxemburg: Hier wurde das Abkommen, das für offene Grenzen sorgt, vor einem Vierteljahrhundert unterzeichnet.

Zum 25. Jahrestag der Öffnung der Binnen-Grenzen im Schengen-Raum hat sich die überparteiliche Europa-Union Niedersachsen zu Wort gemeldet.

 „Was damals mit den Benelux-Staaten. Deutschland und Frankreich sowie Spanien und Portugal begann, ist nichts anderes als eine weltweit einzigartige Erfolgsgeschichte“, sagt der Landesvorsitzender Harm Adam (Bovenden).

Eine ganze Generation junger Europäerinnen und Europäer sei innerhalb eines offenen Europas groß geworden, heißt es weiter. „Schengen hat die Menschen mehr miteinander verbunden als mancher europäische Fördertopf. Schengen hat Europa als Heimat erlebbar gemacht“, betont Landesvorsitzender Adam.

In der Meldung geht die Europa-Union Niedersachsen auf die aktuelle Corona-Situation ein, die zu Grenzkontrollen und teilweise zu Grenzschließungen geführt hat. „Diese Grenzschließungen mögen wie Ausgangssperren die Ultima Ratio in höchster Not sein. Besser wären aber koordinierte und zeitgleiche Maßnahmen in allen Mitgliedstaaten. Besonders wichtig ist dabei, dass jetzt der Warenverkehr zur Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in der EU weiterhin funktioniert. Grenzpendler werden auch weiterhin für wichtige Aufgaben gebraucht“, macht Harm Adams deutlich.

Der europäische Zusammenhalt sei in der Bekämpfung des Corona-Virus unverzichtbar. „Mit nationaler Abschottung geht das nicht. Sobald wir die aktuelle Pandemie überstanden haben, müssen wir auch in diesem Bereich nachsteuern und die Weichen für eine verbesserte Zusammenarbeit, für ein ‚Mehr Europa’, stellen“, sagt Adam.

Für die Europa-Union Niedersachsen sei es wichtig, sich an die Anfänge der europäischen Reisefreiheit zu erinnern – dies bedeute nicht, heutige Probleme auszublenden. „Gegenwärtig gibt es viel Irrationalität, chauvinistisches Gerede und die echte Gefahr eines Rückfalls in alte, längst überwunden geglaubte Zeiten“, sagt Adam. Die Europa-Union spreche sich gegen nationalistische Tendenzen aus. „Eine nationalistische Alternative darf es für unser Land in Europa niemals wieder geben. Dafür stehen wir mit unserem Engagement ein“, betont Adam.

Die Europa-Union fordert eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik. „Menschenrechte dürfen nicht mit Verweis auf unsere Reisefreiheit im Inneren aufgegeben werden“, sagt der Landesvorsitzende Harm Adam. Mehr Informationen gibt es im Internet.  aka

Weitere Infos gibt es hier.

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