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Europaquartier Göttingen wird für seine Nachhaltigkeit mit Gold ausgezeichnet

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Von: Bernd Schlegel

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Das Wohngebiet Holtenser Berg aus der Luft.
Das Wohngebiet Holtenser Berg (unten) aus der Luft: Zwischen der bestehenden Bebauung und der Autobahn (oben) soll das Europaquartier entstehen. Luftbild: Stefan Rampfel © Stefan Rampfel

Europaquartier Göttingen: Erste Wohnungen sollen voraussichtlich im Jahr 2026 bezugsfertig sein. Auszeichnung für nachhaltiges Städtequartier.

Göttingen – Das Europaquartier Göttingen, ein Gemeinschaftsprojekt der Niedersächsischen Landgesellschaft, der Klosterkammer Hannover und der Stadt Göttingen, ist von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) als „nachhaltiges Stadtquartier“ mit dem mit einem Gold-Vorzertifikat ausgezeichnet worden.

Das künftige Stadtquartier am nördlichen Rand des Holtenser Bergs in Göttingen wurde bereits jetzt intensiv auf das Thema Nachhaltigkeit geprüft. Mit einem Vorzertifikat zeichnet die DGNB Projekte schon in der Planungs- oder Bauphase aus.

Auszeichnung für Nachhaltigkeit: Das Europaquartier Göttingen bekommt Gold

„Das Europaquartier unterstützt unsere Bemühungen um Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Unser Ziel ist ein nachhaltiger, attraktiver und vielfältiger Stadtteil. Die Anerkennung durch diese Auszeichnung gibt uns Bestätigung und Rückenwind für unseren Weg“, sagt Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistadt.

Das Europaquartier kann mit zukunftsweisenden Qualitäten aufwarten. Der Flächenverbrauch des künftigen Wohngebietes wurde durch eine verdichtete Bauweise auf ein geringes Maß reduziert. Durch eine zeitgemäße Freiflächenplanung wird das Prinzip der „Schwammstadt“ verfolgt. Das geschieht durch die Einrichtung von natürlichen Überflutungsflächen, Tiefbeeten und Zisternen, um das Oberflächenwasser aufzufangen.

Die Energieversorgung erfolgt klimafreundlich über einen Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Göttingen sowie über eine flächendeckende Errichtung von Photovoltaik-Anlagen.

Über ein nachhaltiges Mobilitätskonzept mit einer Taktverdichtung des Busverkehrs, der Integration von Sharing-Angeboten und dezentralen Quartiersgaragen soll zusätzlich ein autoarmes Wohngebiet entstehen. Angeboten werden unterschiedliche Wohnformen, 30 Prozent davon werden geförderter Wohnraum.

Autoarmes Wohngebiet: Europaquartier setzt auf Car Sharing und Busanbindungen

Planung und Errichtung des Europaquartiers Göttingen liegen bei den beiden Haupteigentümern der Fläche, der Niedersächsischen Landgesellschaft und der Klosterkammer Hannover. Die Stadt Göttingen begleitet das Vorhaben im Rahmen der Bauleitplanung.

Das Europaquartier ist mit einer Größe von rund elf Hektar, das entspricht etwa 15 Fußballfeldern, das flächenmäßig größte aktuelle Wohnungsbauvorhaben in Göttingen. In dem Gebiet im Nordwesten der Uni-Stadt sollen insgesamt rund 600 Wohneinheiten zur Deckung des dringend benötigten Wohnraums geschaffen werden. Der Einzug der ersten Bewohnerinnen und Bewohner ist nach den aktuellen Plänen für das Jahr 2026 vorgesehen. (bsc)

Weitere Informationen unter europaquartier.de

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