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Neubau des Evangelischen Krankenhauses geht in Betrieb: Moderne Medizin auf fünf Etagen

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Von: Bernd Schlegel

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Das neue Haus 3 der Evangelischen Krankenhauses Weende: Es bietet auf einer Nutzfläche von etwa zwei Fußballfeldern unter anderem eine große internistische Untersuchungsabteilung.
Das neue Haus 3 des Evangelischen Krankenhauses Weende: Es bietet auf einer Nutzfläche von etwa zwei Fußballfeldern unter anderem eine große internistische Untersuchungsabteilung. © Stefan Rampfel/EKW/nh

Das neue Haus 3 des Evangelischen Krankenhauses Weende in Göttingen geht in Betrieb. Der moderne Krankenhausbau bietet viele Möglichkeiten.

Göttingen – Für das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende ist das ein wichtiger Meilenstein: Das neue Haus 3, das moderne Medizin auf fünf Etagen bietet, geht in den Betrieb. Der Neubau entstand innerhalb von drei Jahren.

Insgesamt bietet das Haus 3 etwa 13 000 Quadratmeter Nutzfläche, was etwa zwei Fußballfeldern entspricht. Im ersten Obergeschoss entstand eine zentrale Untersuchungsabteilung für die Innere Medizin. Dazu gehören auch fünf Endoskopie-Untersuchungsräume. Künftig sind jährlich 14 000 Endoskopien und 50 000 sonstige Untersuchungen geplant. Außerdem entstand die wohl modernste Endoskop-Reinigungsanlage Norddeutschland. Außerdem sind auf dieser Etage Behandlungsräume für kardiologische und immunologische Therapien zu finden.

Impressionen aus dem neuen Haus 3

Im zweiten und dritten Obergeschoss gibt es zwei große Stationen für die Pneumologie. Außerdem sind dort ein Schlaflabor und eine Isolier-Einheit integriert. Auf der Etage steht auch eine abtrennbare Covid-Station mit zwölf Patientenbetten zur Verfügung.

Im vierten Obergeschoss wird künftig eine „Komfortstation“ mit 20 Einzel- und drei Doppelzimmern zu finden sein. Die medizinische Versorgung ist nicht anders als auf den anderen Stationen, aber dafür ist der Komfort der Unterbringung höher.

Das Erdgeschoss wird aktuell noch nicht genutzt. Das bleibt natürlich nicht dauerhaft so. In den nächsten vier bis fünf Jahren wird ein moderner Operationstrakt entstehen.

Prof. Michael Karaus: Er ist Medizinischer Geschäftsführer des Weender Krankenhauses. (Archivfoto)
Michael Karaus: Medizinischer Leiter des Weender Krankenhauses. © Per Schröter/nh

Prof. Dr. Michael Karaus, Medizinischer Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses, betonte mit Blick auf ein anderes Bauprojekt in Göttingen: „Unser Bau von Haus 3 hat zeitlich gesehen sogar die Sanierung der Göttinger Stadthalle überholt“, zeigte er sich stolz. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 47,6 Millionen Euro, davon stellte das Land Niedersachsen 37,5 Millionen Euro als Fördermittel zur Verfügung. Den Rest finanziert das Krankenhaus selbst. Erste Gespräche über einen möglichen Neubau gab es bereits vor gut 20 Jahren.

Eine große Herausforderung für das Evangelische Krankenhaus in Weende ist weiterhin die Behandlung von Corona-Patienten. Noch immer werden 10 bis 20 Betroffene betreut. „Nicht alle sind schwer krank, aber insbesondere die hochbetagten Patienten haben auch nach 4-fach Impfung oft schwere Symptome, und die deutschlandweite Sterberate liegt ja auch immer noch bei über 100 gestorbenen Covid-Patienten pro Tag“, so Prof. Karaus. Die Mehrausgaben für Corona allein im Krankenhaus Weende belaufen sich auf 7,7 Millionen Euro – für Schutzausrüstung, zusätzliches Personal und Umbaumaßnahmen. Gleichzeitig lobte Karaus die enge Zusammenarbeit mit der Uni-Medizin und dem Gesundheitsamt: „Wir haben uns gegenseitig geholfen, jederzeit ein hohes Versorgungsniveau aufrechterhalten und jede besondere Belastungssituation gemeistert.“ (Bernd Schlegel)

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