24 Experimente bis Weihnachten

Kugel stößt Kugel: Das Newton-Pendel zeigt die Weitergabe von Energie und Impulsen. Fotos: privat/nh

Göttingen. Faszination für Physik, Spaß am Erforschen und eine große Portion Neugier – wer diese Voraussetzungen mitbringt, der ist bei PiA genau richtig.

Doch wer jetzt denkt, sie sei eine berühmte Wissenschaftlerin, ist auf dem Holzweg. Bei PiA handelt es sich um den interaktiven Adventskalender „Physik im Advent“, ein gemeinsames Projekt der Uni Göttingen und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG).

Ins Leben gerufen wurde der Adventskalender von Prof. Dr. Arnulf Quadt vom 2. Physikalischen Institut der Uni Göttingen. Doch den entscheidenden Anstoß für PiA gab seine Tochter: „Sie hat mir den Kalender von ‘Mathe im Advent’ gezeigt.“ Daraufhin sei Quadt die Idee gekommen, die regelmäßig stattfindende Veranstaltung „Zauberhafte Physik“ – ihre Experimente sind in kurzen Youtube-Videos zu sehen – mit dem Adventskalender-Prinzip zu verbinden. So erblickte PiA im Dezember 2013 das Licht der Welt.

Ziel ist es, jungen Menschen für naturwissenschaftliche Ereignisse und deren Erforschung zu begeistern. „Als Kinder spielen wir gern in der Natur und beobachten dort ablaufende Phänomene ganz genau“, berichtet der Professor. „Ich möchte dieses Interesse mit PiA wecken, aufrecht erhalten und zeigen, dass Physik Spaß macht.“ Denn in der Physik gehe es nicht nur um dröge Berechnungen, sondern auch um ihre direkten Auswirkungen auf den eigenen Alltag.

Dass Physik nicht nur für Männer interessant ist, beweist die Facebook-Seite von Physik im Advent. „46 Prozent unserer Facebook-Freunde sind weiblich“, sagt Quadt. Wie hoch der Frauenanteil unter den PiA-Teilnehmer insgesamt ist, werde zur Zeit in einer Master-Arbeit untersucht.

Infos und Anmeldung:

www.physik-im-advent.de

„Insgesamt haben im Vorjahr allein im Dezember 230 000 Besucher aus 90 Ländern die Website aufgerufen, etwa 14 000 davon als Teilnehmer“, freut sich Quadt. Per E-Mail habe er auch Kontakt mit Teilnehmern aus Hongkong, Kanada und China gehabt. Die Schülerin aus China habe die Youtube-Videos nicht sehen können, weil die Website dort zensiert ist. „Wir haben und dann für sie eine Alternative einfallen lassen, denn physikalische Bildung darf man nicht zensieren.“ Kuriosum: zwei Besuche der PiA-Website kamen von einem Satelliten.

Auch in diesem Jahr können Schüler der Klassen fünf bis zehn – aber auch ältere Physik-Interessierte – vom 1. bis 24. Dezember bei PiA mitmachen.

Einige Prominente, darunter Fußballweltmeisterin Pauline Bremer und Astronaut Reinhold Ewald, unterstützen das Projekt mit Interviews für die täglichen Mitmach-Videos oder mit Preisen für die besten Antworten auf die gezeigten Physik-Versuche.

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