Gefahren der Digitalisierung

Experten gaben in der Lokhalle Tipps zum Thema Computersicherheit

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Fragen erwünscht: Besucher des Info-Abends konnten bei Experten Rat bekommen.

Wie kann ich meine persönlichen Daten vor Angriffen schützen? Antworten auf diese und weitere Fragen bekamen die Besucher einer interaktiven Live-Hacking-Show in Göttingen.

Ob beim Einkaufen, bei der Kommunikation oder der Steuerung technischer Geräte: Jeder wird täglich mit den Chancen, aber auch Risiken der Digitalisierung konfrontiert.

Welche Gefahren lauern beim bargeldlosen Zahlungsverkehr? Wie bewegt man sich sicher in Sozialen Netzwerken? Und wie kann man seine persönlichen Daten vor Angriffen schützen? Antworten auf diese und weitere Fragen bekamen am Dienstagabend rund 400 Besucher einer interaktiven Live-Hacking Veranstaltung des Niedersächsischen Innenministeriums in der Göttinger Lokhalle.

Einblicke in die Arbeit von Hackern

Zu Beginn führte Moderator Andreas Kuhnt vom NDR in einer Gesprächsrunde mit dem Göttinger Polizeipräsidenten Uwe Lührig und dem Ersten Stadtrat Christian Schmetz in das Thema ein. Im Anschluss gab IT-Sicherheitsberater Ralf Wildvang in einer anderthalbstündigen Show Einblicke in die Arbeit moderner Hacker. 

Beim „Live-Hacking“ zeigte er auf zwei großen Bildschirmen, wie Cyberkriminelle arbeiten und wie man sich am besten vor diesen Angriffen schützen kann.

In seinem Vortrag ging es um Gefahren im drahtlosen Internet (WLAN), durch E-Mail-Angriffe und Cyber Attacken, um Smartphone-Trojaner, Angriffe durch USB-Sticks und das Angriffsziel Mensch. Denn obwohl die Sicherheitssoftware immer besser werde, ist der Nutzer der Schwachpunkt.

Schutzsoftware und Updates

„Öffnen Sie keine Links in E-Mails, machen Sie Datensicherungen und Sicherheitsupdates und nutzen Sie eine Schutzsoftware“, mahnte er die Besucher. Wichtig sei es auch, so Wildvang, ein Update auf Windows 10 zu machen, weil es für das noch häufig verwendete Windows 7 in Kürze keine Updates mehr gebe.

Auch dass PDF-Dateien manipulierbar sind, Zip-Dateien und Makros in Office-Dateien gefährlich sein können, gab er den Gästen ebenfalls mit auf den Weg. Wichtig sei es auch, das WLAN am Handy auszuschalten, wenn man sich nicht in einem bekannten Netzwerk befinde.

Mehr Sicherheit im Umgang mit dem Internet

Vor und nach dem Vortrag bestand die Möglichkeit, verschiedenen Experten aus Verbänden, Vereinen und staatlichen Institutionen Fragen rund um das Thema Informationssicherheit zu stellen und sich über private sowie staatliche Konzepte und Maßnahmen für mehr Sicherheit im Umgang mit dem Internet zu informieren. So waren auch einige Mitarbeiter der Cyber Polizei anwesend und beantworteten Fragen.

Die Veranstaltung ist Teil einer Cyber-Security Kampagne des niedersächsischen Innenministeriums und findet neben Göttingen noch in fünf weiteren Städten in Niedersachsen statt.

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