Aktion auf Kleingartengelände

Experten sprengen Weltkriegs-Granate in Göttingen: Laube wurde leicht beschädigt

Eine US-Granate aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Dienstag in Göttingen gesprengt.
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Eine US-Granate aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Dienstag in Göttingen gesprengt. (Symbolbild)

Bei intensiven Untersuchungen von Kampfmittelverdachtspunkten in der Göttinger Weststadt wurde eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Experten sprengten den Blindgänger am Dienstag gegen 14.20 Uhr.

Göttingen – Die Granate lag in einem Kleingartengelände östlich der Leine. Dabei wurde die Fensterscheibe einer Gartenlaube zerstört. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Es handelte sich um eine amerikanische Sprenggranate, die nicht abtransportiert werden konnte. Während der Sprengung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) wurden kurz zuvor acht Personen aus zwei Wohngebäuden im näheren Umkreis vorsorglich für eine Stunde evakuiert.

Die Stadt Göttingen hatte sie vorab darüber informiert, dass eventuell eine kurze Evakuierung erforderlich werden könnte. Die Anwohner hatten sich selbst eine vorübergehende Bleibe organisiert oder gingen in das Vereinsheim des Kleingartenvereins Auf der Masch. Der Verein verpflegte die Evakuierten.

Auf Anweisung des Räumdienstes war der Sperrbereich auf den Schützenplatz erweitert worden. Die Sicherung übernahmen Einsatzkräfte der Polizei. Gegen 14 Uhr suchten Polizeikräfte die S-Arena auf und informierten mehrere Schülergruppen im Sportunterricht über die Situation. Sie durften bis zur Entwarnung nach der Sprengung das Gebäude nicht verlassen.

Am Dienstag wurden zunächst vier Punkte untersucht, an weiterer folgt am Mittwoch, 1. Dezember. Daher bleiben der Parkplatz Am Schützenanger, ein Teil der Kleingartenanlage sowie die Wege in dem Bereich wie vorgesehen bis Mittwoch, 1. Dezember, 20 Uhr, gesperrt. Der gesamte Bereich wird aus Sicherheitsgründen rund um die Uhr überwacht.

Bei der Untersuchung hatten die Fachleute zuvor an zwei anderen Punkten Schrott gefunden. Auch eine Patronenhülse gehört zu den Fundstücken. An einem weiteren Punkt wurde ein alter massiver Kanal aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg entdeckt, der nicht auf Karten zu finden ist. Das Bohrloch wird abgesichert.

Insgesamt müssen 80 Verdachtspunkte westlich und östlich der Leine (Godehardstraße, Blümchenviertel, Schützenplatz) unter die Lupe genommen werden, bei 15 Punkten bestätigte sich der Verdacht nicht. Weitere Infos gibt es hier. (Bernd Schlegel)

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