Theater mit und über Flüchtlinge

Fachjury hat Göttinger Boat People Projekt für Bundespreis nominiert

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Erlebnis in der Gruppe: Szene aus der Produktionsphase des Stücks „Flutlicht“, das vom Boat-People-Projekt im früheren IWF am Nonnenstieg aufgeführt wurde.

Göttingen. Das Göttinger „Boat People Projekt“, das Theater mit und über Flüchtlinge macht, ist als einzige niedersächsische Initiative für einen von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ausgelobten Preis nominiert worden.

Der erstmals vergebene Sonderpreis zeichnet Projekte zur kulturellen Teilhabe geflüchteter Menschen aus. Eine Fachjury habe aus mehr als 150 Vorschlägen zehn Ideen von Künstlern und Kreativen aus ganz Deutschland ausgewählt, sagte Birte Müchler vom „Boat People Projekt“.

Diese zehn Nominierten erhalten jeweils eine Prämie von 2500 Euro, die drei noch zu kürenden Preisträger bekommen dann noch jeweils 10.000 Euro. Die Preisverleihung findet zum Auftakt der Initiative „Kultur öffnet Welten“ am 21. Mai im Deutschen Historischen Museum Berlin statt.

In vielen deutschen Städten und Gemeinden versuchten Künstler und Helfer, mit kulturellen Mitteln das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Geflüchteten zu erleichtern, sagte Grütters. Sie wünsche sich sehr, „dass die Neuankömmlinge von uns allen als kulturelle Bereicherung wahrgenommen werden - und als Chance für die Zukunft Europas.“

Das „Boat People Projekt“ arbeitet mit wechselnden Ensembles zu den Themen Flucht und Migration. In jeder Produktion untersuchen die Theatermacher aufs Neue, wie sich die Gesellschaft durch Zuwanderung und Integration verändert. Die Stücke erzählen konkrete Ereignisse und Geschichten von Flüchtenden. Anfang März erhielt die Initiative den Göttinger Friedenspreis. (epd)

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Boat People Projekt.

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