SüdniedersachsenInnovationsCampus

Fachkräftebündnis: Die Vielfalt fördert Unternehmenskultur

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Die Veranstalter: (von links) die SNIC-Referentinnen Jasmin Düwel und Caroline Heck (beide Universität Göttingen), Leiter der Göttinger Geschäftsstelle der IHK Hannover, Dr. Martin Rudolph, sowie die Leiterin des Fachkräftebündnisses Südniedersachsen, Nora Schodder (beide von SüdniedersachsenStiftung).

Göttingen – „Diversität in Unternehmen“ stand im Mittelpunkt der 17. Fachkräftekonferenz Südniedersachsen zum Thema „Von Vielfalt profitieren“, die das Fachkräftebündnis Südniedersachsen und die Göttinger Geschäftsstelle der IHK Hannover in Kooperation mit dem SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC) im der Alten Mensa der Uni Göttingen ausgerichtet haben.

Vielfalt sei für Unternehmen und Institutionen nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht von Bedeutung, sondern es steigere auch die Mitarbeiterzufriedenheit, betonte die Leiterin des Regionalen Fachkräftebündnisses, Nora Schodder (SüdniedersachsenStiftung). Wie diese Diversität dabei definiert wird und wie sie umgesetzt werden kann, darüber referierten drei Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Prof. Dr. Fabian J. Froese zeigte in seinem Impulsvortrag, warum eine heterogene Belegschaft für Unternehmen so bedeutend sei. In Zeiten von Fachkräftemangel und Überalterung empfiehlt er bei der Suche nach Arbeitnehmern auch Gruppen mit einzubeziehen, die vorher nicht berücksichtigt wurden, etwa Menschen mit Behinderung. Um Vielfalt im Unternehmen zu gewährleisten, sieht der Professor für Personalmanagement an der Universität Göttingen vor allem die Geschäftsführer in der Pflicht. Teams, die sich aus Mitarbeitern unterschiedlicher Herkunft, Qualifikation, Geschlecht und Alter zusammensetzen, könnten gemeinsam besser neue Ideen hervorbringen.

Dr. Daniela Marx (Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität, Universität Göttingen) stellte in ihrem Vortrag die „Charta der Vielfalt“ vor. 30 Unternehmen und Institutionen in Göttingen hätten sie bereits unterzeichnet – im Jahr 2015 auch die Universität Göttingen. Als besonders nachgefragte Projekte hob sie die Antidiskriminierungsberatung sowie die Unterstützung für Trans-Studierende hervor, die in Deutschland einmalig sei.

Wie sie in ihrem Unternehmen Diversität umsetzt, darüber berichtete Kerstin Jakob von Stiemerling Senioren-Residenzen. Alle Mitarbeiter in Veränderungsprozesse einzubinden, stehe in ihrem Unternehmen im Mittelpunkt, so Jakob. Sowohl bei der Neuausrichtung des Marketings als auch bei den Themen Kommunikation, Wertschätzung und Teamzusammensetzung hätten die Mitarbeiter ein Mitspracherecht.

Beim anschließenden „World Café“ konnten sich die Teilnehmer der 17. Fachkräftekonferenz in persönlichen Gesprächen kennenlernen. Dabei entwickelten sie konkrete Empfehlungen, wie Unternehmen Diversität besser umsetzen können, etwa Räume für Begegnungen zu schaffen oder die Individualität der Mitarbeiter zu stärken.

Zum Abschluss der Veranstaltung lud Nora Schodder die Teilnehmer zur Südniedersachsenkonferenz am 28. Mai ein, wenn es in der Alten Mensa der Universität Göttingen um Planungen für ein regionales Fachkräftemarketing geht.  ana

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