Göttingen: Am Bahnhof geht es los

Fahrraddemo in Göttingen erinnert an offene Grenzen

Radeln für Klima: Junge Aktivisten starteten am Freitag am Platz der Göttinger Sieben in Göttingen
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Auch Flüchtlinge und ihre Unterstützer wollen mit einer Fahrraddemonstration auf ihr Anliegen aufmerksam machen.

Flüchtlinge und ihre Unterstützer wollen mit einer Fahrraddemonstration an diesem Sonnabend in Göttingen an die zeitweise Öffnung der Grenzen vor fünf Jahren erinnern.

Göttingen – Die Aktion richte sich gleichermaßen gegen die aktuellen Verschärfungen in der Flüchtlingspolitik, erklärte der Göttinger Arbeitskreis Asyl als einer der Veranstalter.

Die Demo startet um 13 Uhr am Bahnhof, führt an Unterkünften für Flüchtlingen vorbei und endet auf dem zentralen Waage-Platz. Auch in anderen deutschen Städten sind an diesem Tag Kundgebungen für eine humane Flüchtlingspolitik geplant.

Im Spätsommer sei ein offenes Europa vorstellbar gewesen, sagte ein Sprecher des Arbeitskreises. Fünf Jahre später werde an den Außengrenzen der Europäischen Union scharf geschossen: „Seenotrettung wird kriminalisiert, während Menschen ertrinken. Illegale Push-Backs sind inzwischen Alltag, Asylgesetze werden verschärft und ausgehebelt.“

Auch in Göttingen präge „institutioneller Rassismus“ den Alltag von Flüchtlingen, hieß es weiter in Ämtern und Behörden, bei der Polizei, bei der Wohnungssuche und auch bei der Lohnarbeit. Die Unterbringung Geflüchteter in Massenunterkünften „an den städtischen Außengrenzen“ zeuge von Ausgrenzung und einem unverantwortlichen Umgang mit der Gesundheit diskriminierter Menschen in Zeiten von Corona. (Andreas Arens mit epd)

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