Fahrraddiebstähle: Göttingen ist Hochburg

Viel Auswahl: In der Fahrradstadt Göttingen stehen allein tausende Fahrräder auf dem Bahnhofsvorplatz. 2014 wurden mehr als 1000 ‘Fahrräder in der Uni-Stadt gestohlen – damit ist Göttingen eine Hochburg. Archivfoto: Kopietz

Göttingen. Auf diese Platzierung kann sich Göttingen nichts einbilden: Die Stadt rangiert in der Tabelle der Fahrraddiebstähle auf Rang sieben und gilt damit als Diebstahlhochburg.

Das sagt zumindest eine Statistik des Internetforums www.billiger.de.

Das heißeste Pflaster für Rad-Eigentümer und -Benutzer ist Cottbus, wo 2014 auf 100.000 Einwohner durchschnittlich 2030 Fahrraddiebstähle kamen. Dahinter folgten Magdeburg (1638), das als Fahrradstadt bekannte Münster (1509), Leipzig (1304), Potsdam (1249) und als Nummer eins für Diebe in Niedersachsen Oldenburg (1209). In Göttingen kamen auf 100.000 Einwohner genau 1143 gestohlene Fahrräder.

In absoluten Zahlen wurden die meisten in der Hauptstadt Berlin gestohlen: 30.758. In Hamburg wurden 15.961 entwendet.

Ein Positives hat die Fahrrad-Klau-Bilanz in Göttingen: Die Zahl der gemeldeten Bike-Diebstähle ist 2014 um 283 zurückgegangen. In Cottbus hingegen wurden 385 Fahrräder mehr geklaut, in Berlin waren es gleich 4245 mehr. Statt auch der Zuwachs in Hannover, wo 1295 Räder mehr geklaut wurden als 2013.

Bei der Aufklärungsquote kommt die Polizei in Göttingen auf 12,4 Prozent, in Cottbus und Magdeburg wird mehr als jeder Fünfte Fahrraddiebstahl aufgeklärt. Spitze sind die Polizisten im Ruhrpott: In Recklinghausen wurden 2014 mit 47,3 Prozent fast die Hälfte aller 1014 Fahrraddiebstähle aufgeklärt – da können sich die Göttinger Polizisten eine Scheibe abschneiden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.