Projekt „Rücksicht macht Wege breit!“

Fahrradpreis an Landkreis und Landvolk Göttingen

Rücksicht macht die Wege breit: Schilder auf Feldwegen bitten um gegenseitige Rücksicht.
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Rücksicht macht die Wege breit: Schilder auf Feldwegen bitten um gegenseitige Rücksicht. (Archivfoto)

Schöner Erfolg für zwei Institutionen in Südniedersachsen: Unter den am Dienstagnachmittag bekannt gegebenen Gewinnern des Deutschen Fahrradpreises 2021 ist auch ein Gemeinschaftsprojekt von Landvolk und Landkreis Göttingen: „Rücksicht macht Wege breit!“, das auf dem zweiten Platz in der Kategorie „Kommunikation“ kam.

Landkreis Göttingen – Schilder an Wirtschaftswegen werben für gegenseitiges Verständnis von Landwirten und Radfahrern. Die Beschilderung von meist privaten Feldwegen soll einen freundlichen Umgang miteinander fördern und helfen, Konflikte zu vermeiden.

Mit dem Deutschen Fahrradpreis werden jährlich durch das Bundesministerium für Verkehr sowie der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen die innovativsten Projekte zur Radverkehrsförderung ausgezeichnet. Verliehen wird der Preis für drei Kategorien. Laut Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geht es darum, „ Projekte und Menschen, die sich mit viel Herzblut in innovativen Ideen für besseren Radverkehr einsetzen“, zu würdigen. Die Auszeichnungen:

„Infrastruktur“: das Projekt „Pop-up-Radwege in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg“. 25 Kilometer neue, geschützte Radverkehrsanlagen an Hauptverkehrsstraßen. Platz zwei geht an das Projekt „Fahrradstraßen 2.0 in Münster“. 2020 wurden acht Straßen auf einer Länge von gut 5,5 km zu Hauptstraßen für das Fahrrad umgebaut.

„Service“: Der Sieg ging an die Region Hannover mit dem Projekt „Digitalisierung nutzen: GPS-Radverkehrsdaten für eine ganzheitliche Radverkehrsstrategie“. Valide Verkehrsdaten können Gemeinden, Städten und Kommunen dabei helfen, ihre Radverkehrsinfrastruktur besser zu planen und im Sinne der Fahrradfahrenden besser zu machen. Mit Hilfe der Fahrrad-App werden anonymisiert digitale Daten zum Fahrverhalten der Radfahrerinnen und Radfahrer erhoben, gleichzeitig werden Anreize zum Fahrradfahren geschaffen Platz zwei geht an Fahrrad & Familie mit dem Projekt „Proberadeln für Familien mit kleinen Kindern“. Dabei können Familien Fahrradmodule kostenlos testen, wie Anhänger, Lastenrad, Kindersitz, Lauf- und Kinderrad.

„Kommunikation“: Die Kidical Mass Köln gewann mit dem „Aktionswochenende 2020: Platz da für die nächste Generation!“ Dabei haben mehr als 22 000 Radfahrende in ganz Deutschland für fahrrad- und kinderfreundliche Städte demonstriert. Die Kidical Mass hat die Vision, dass sich Kinder und Jugendliche sicher und selbstständig mit dem Fahrrad bewegen können.

Fahrradfreundlichste Persönlichkeit ist Eckard von Hirschhausen, der laut Andreas Scheuer seit Jahren so etwas wie ein „Fahrradbotschafter“ sei.

Die Preisverleihung aus Berlin sowie alle ausgezeichneten Projekte gibt es hier. (Thomas Kopietz)

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