Polizei-Inspektion startet Aktion gegen Rad-Diebstähle

Fahrrad-Registrierung soll Diebstahlquote senken

Registrierung: Aktion gegen Diebstähle auf dem Bahnhofsvorplatz – Fahrradbesitzer Markus Jaeger (rechts) und Magnus Eilerts von der Polizei-Inspektion Göttingen bei der Suche nach der Rahmennummer des hochwertigen Fahrrads.
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Registrierung: Aktion gegen Diebstähle auf dem Bahnhofsvorplatz – Fahrradbesitzer Markus Jaeger (rechts) und Magnus Eilerts von der Polizei-Inspektion Göttingen bei der Suche nach der Rahmennummer des hochwertigen Fahrrads.

Göttingen. Nach dem deutlichen Anstieg von Fahrrad-Diebstählen hat die Polizei-Inspektion (PI) Göttingen eine Offensive gegen diese Art von Delikten gestartet. Dienstag informierten Beamte auf dem Bahnhofsvorplatz.

Dabei boten Beamte des Präventionsteams der Polizeiinspektion Interessierten an, die Drahtesel kostenlos registrieren zu lassen.

„Allein von 2012 auf 2013 stieg die Zahl der bei uns angezeigten Fahrraddiebstähle um 368 auf 1707“, berichtet Präventionsteam-Koordinatorin Jacqueline Emmermann. Man habe es zum einen mit Gelegenheitstätern zu tun, die aus Bequemlichkeit Fahrräder als Mittel zum Zweck entwendeten, zum anderen aber auch mit organisierten Tätergruppierungen, die gezielt nach hochwertigen Vehikeln Ausschau hielten und diese dann gewinnbringend verkauften. „Nicht selten finden sich Einzelteile später bei der Auktionsplattform ebay wieder“, berichtet Emmermann.

Bei der Registrierung der Fahrräder wird nun neben einer detaillierten Beschreibung des Zweirads auch die individuelle Rahmennummer erfasst und anschließend in einer landesweiten Fahrradbesitzerdatei der Polizei eingestellt.

„Die Vorteile der Fahrradregistrierung liegen auf der Hand“, sagt Emmermann. Bei einem Diebstahl müsse der Geschädigte einerseits nicht mehr viel Zeit aufwenden, um die Daten seines Fahrrads zusammenzusuchen, die maßgeblich den polizeilichen Ermittlungserfolg mitbestimmten. „Andererseits kann die Polizei im Rahmen einer Kontrolle einen mutmaßlichen Fahrraddiebstahl eventuell aufklären, noch bevor der Geschädigte die Tat selbst bemerkt hat.“

Die Resonanz auf die ganztägige Aktion, an der zwölf Beamte beteiligt waren, bezeichnete Emmermann als sehr gut. „Den Bahnhofsvorplatz haben wir uns ausgesucht, weil dies ein Brennpunkt für Fahrraddiebstähle ist und weil hier so viele Radfahrer unterwegs sind“, sagt sie.

„Ich finde es großartig, dass die Polizei eine solche Registrierung anbietet“, lobt Markus Jaeger, der selbst schon einmal Opfer eines Fahrraddiebstahls geworden ist, und der extra wegen der Aktion zum Bahnhof gekommen war. Bei der Gelegenheit ließ er sich von den Experten auch gleich über geeignete Diebstahlssicherungen informieren.

Von Per Schröter

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