Das fantastische Higgs-Teilchen

Prof. Dr. Arnulf Quadt

Göttingen. An der Universität Göttingen geht am Freitag die vierte europäische Sommerschule zur Hadron Collider Physik (HASCO) für Bachelor- und Masterstudierende zu Ende gegangen.

40 Teilnehmer von zwölf Universitäten und Instituten aus sieben europäischen Ländern tagten vier Tage lang an der Göttinger Fakultät für Physik.

Dabei ging es um neueste Forschungsergebnisse der Physik, wie das Higgs-Teilchen und aktuelle Fragen der Hadron Collider-Physik. Dabei waren auch Lehrenden der Universität Göttingen und des europäischen Forschungszentrums für Elementarteilchenphysik CERN in Genf.

„Diese Art der fundamentalen Grundlagenforschung lässt sich nur in großen und internationalen Teams von Experten aus aller Welt erfolgreich durchführen“, erklärt der lokale Organisator der Sommerschule, Prof. Dr. Arnulf Quadt vom II. Physikalischen Institut der Universität Göttingen.

Seiner Ansicht nimmt Göttingen in der Forschung eine wichtige Rolle ein: So seien aus der Entwicklung der Quantenmechanik in Göttingen die Elementarteilchenphysik der vergangenen Jahrzehnte entstanden.

Ein Schwerpunkt der Sommerschule ist in diesem Jahr der kürzlich erfolgte Neustart des großen Teilchenbeschleunigers (Large Hadron Collider), wo jetzt noch mehr Energie zur Verfügung steht.

Fantastische Anlage: Der Teilchenbeschleuniger (Large Hadron Collider) im CERN-Forschungsinstitut in Genf. Hier wurde ein neues Teilchen entdeckt, das Higgs-Boson. Das war Thema bei einem Kongress von Nachwuchsphysikern in Göttingen. Foto: dpa

Offizieller Start des Beschleunigerbetriebs am LHC war am 10. September 2008, als zum ersten Mal ein Protonenpaket den gesamten Ring umrundete. Danach wurde die Anlage optimiert. Die Forscher waren mit der Leistung des Beschleunigers im ersten Betriebsjahr, sehr zufrieden, so gab es Anzeichen, dass neuartige Teilchen schon nach dreijähriger Laufzeit zu erwarten waren. Und das bestätigte sich mit der Entdeckung eines neuen Elementarteilchens bestätigte, des Higgs-Boson.

Um die Physik dieses Teilchens ging es auch während der Göttinger Sommerschule, die übrigens auch vom U4-Netzwerk der Universitäten Göttingen, Gent, Groningen und Uppsala sowie zahlreichen anderen europäischen Universitäten finanziert wird.

Neben den europäischen Partnerinstitutionen nehmen dieses Jahr auch Studierende aus Belgien, England und den USA teil. (cge/tko)

Weitere Informationen gibte es im Internet unter hasco.uni-goettingen.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.