Fast 700 Schüler für 5.Klassen an Göttinger Gymnasien angemeldet

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Viele neue Schüler: nach den Ferien erwarten alle weiterführenden Schulen die neuen Fünftklässler.

Schulpolitisch haben es die Leiter der Gymnasien in Niedersachsen nicht leicht. Erfreulich sind für die Göttinger Gymnasien-Chefs aber die Anmeldezahlen.

Die Eltern haben auch für das kommende Schuljahr die meisten Schüler an den fünf Göttinger Gymnasien angemeldet. Knapp 700 Schüler sind es. Die vier Gesamtschulen, also inklusive neue IGS und IGS Bovenden, kommen auf knapp 600 Anmeldungen von künftigen Fünftklässlern.

Aber: Erneut und wie in den Vorjahren sind die Geschwister-Scholl-Gesamtschule und die IGS Geismar überbucht. Dort wollen 207 und 230 Schüler nach den Sommerferien in die fünfte Klasse einsteigen. Das wird aber nicht allen gelingen, denn bei je einer Fünfzügigkeit und je 166 Schülern werden 41 und 64 Schüler andere Schulen besuchen müssen. In Frage kommen dann die Neue IGS an der Theodor-Heuss-Straße und die IGS Bovenden, die auf 92 bzw. 60 Anmeldungen kommen.

Auch bei den fünf Gymnasien werden Schüler nicht immer die Schule ihrer Wahl besuchen können. Hier sind das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) mit 202 Anmeldungen (Kapazität: 180) und Max-Planck-Gymnasium (MPG) mit 130 Anmeldungen nach Aussage von Schuldezernent Siegfried Lieske im Vergleich zu den Vorjahren überraschend stark angefragt worden.

Da beide Gymnasien vierzügig sind - also vier fünfte Klassen haben, können MPG und OHG Schüler nicht alle Schüler aufnehmen. Sie werden dann voraussichtlich am Hainberg-Gymnasium (HG) - 113 Anmeldungen - und Felix-Klein-Gymnasium (FKG) - 132 Anmeldungen - unterkommen - beide werden erneut fünf 5. Klassen anbieten. 29 Schüler werden insgesamt nicht auf ihre Wunschschule gehen können.

Das HG verzeichnet im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger Anmeldungen, so Lieske.

Optimal passt die Zahl im Theodor-Heuss-Gymnasium (THG), wo 114 Schüler angemeldet wurden und bei vier Klassen unter 30 Schüler pro Klasse sitzen werden. Dort wird erstmals eine Ganztagesklasse angeboten. Eine Offerte, die bei den Eltern ankam, wie es aus der Schulleitung heißt.

Außerdem betonte Lieske, dass Eltern grundsätzlich bei der Anmeldung ihrer Kinder auf weiterführende Schulen nur den Anspruch haben, eine entsprechende Schulform wählen zu können. Sie haben aber keinen durchsetzbaren Anspruch, dass ihre Kinder auf eine bestimmte Schule gehen können.

Fazit: Göttingens Gymnasien sind gefragt, die vor zwei Jahren intensiv geführte, emotionale Diskussion um die mögliche Schließung eines Gymnasiums in absehbarer Zeit hat sich beruhigt, bedroht ist aktuell keines der Gymnasien - zumal die Anmeldezahlen in der Prognose noch auf einige Jahre stabil bleiben sollen.

Und: Auch die vom Land gepushten Gesamtschulen - auch mit einer besseren Ausstattung bleiben in Göttingen beliebt. Dass die neue IGS noch Kapazitäten hat, ist verständlich. Die IGS Bovenden hinkt ein wenig hinterher, wohl auch, weil es keine Oberstufe gibt und die Schüler, die Abitur machen wollen, dann wieder wechseln müssen.

Die Oberschule in Groß Schneen verzeichnet 85 Anmeldungen. (tko/clv)

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