Göttingen: Faya überzeugt mit tollem Musik-Mix

Kultursommer: Trio aus Lissabon trat im Börner-Viertel auf

Als Trio Faya wussten Kristina van de Sand (von rechts), Chiara Pellegrini und Elena La Conte im Rahmen des Göttinger Kultursommers auf ganzer Linie zu überzeugen.
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Als Trio Faya wussten Kristina van de Sand (von rechts), Chiara Pellegrini und Elena La Conte im Rahmen des Göttinger Kultursommers auf ganzer Linie zu überzeugen.

Tolle Stimmung herrschte im Innenhof des Börner-Viertels, wo das Frauen-Trio „Faya“ im Rahmen des Göttinger Kultursommers mit seinem Konzert das Publikum überzeugte.

Göttingen – Nachdem die rund 60 zur Verfügung stehende Tickets bereits im Vorfeld restlos ausverkauft waren (das Kontingent war auch bei dieser Freiluftveranstaltung wegen der Corona-Auflagen stark beschränkt), war die Vorfreude auf die drei Künstlerinnen schon vor dem ersten Song deutlich spürbar.

Dazu trugen sicher auch die äußeren Umstände ihren Teil bei, war es mit 27 Grad Außentemperatur und strahlend blauem Himmel doch ein Sommerabend, wie er im Buche steht.

Perfekt wurde dieser Abend dann aber erst durch das, was Faya auf die Bühne zauberte. Als musikalisch Reisende aus Deutschland und Italien vor zwei Jahren im portugiesischen Lissabon gestrandet, taten sich Kristina van de Sand (Violine, Viola, Bass und Gesang), Chiara Pellegrini (Gesang, Gitarre und Perkussion) sowie Elena La Conte (Querflöte und Gesang) zusammen und begaben sich gemeinsam auf die Suche nach anderen Perspektiven, neuen Rhythmen und Melodien. Heraus kam ein Mix, der den Zuhörer nicht nur begeistert, sondern auch immer wieder aufs Neue überrascht. Wenn Klezmer mit Funk vermischt wird, italienische Folklore mit afrikanischen Rhythmen oder Chanson mit Batucada, dann wird man zwangsläufig mitgenommen auf eine musikalische Reise in die entlegensten Ecken Europas und weite Teile der Welt. Es entstehen interkulturelle Verbindungen, wo es normalerweise kaum Verbindungspunkte gibt. Die Lieder handeln vom Leben und von der Liebe, sind mal betont gefühlvoll, dann wieder schwung- und stimmungsvoll.

Die variantenreiche Spielweise und originelle Instrumentierung der nicht nur außerordentlich begabten, sondern zudem auch noch überaus sympathischen Musikerinnen, gepaart mit einer lockeren Kommunikation mit dem Publikum, einer lebendigen Performance und großer Spielfreude sorgten am Freitag für ein ganz besonderes Konzerterlebnis.  (Per Schröter)

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