Jahrestagung

Feierstunde am Grab: Lichtenberg-Gesellschaft erinnerte an Gelehrten

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Feierstunde am Grab Lichtenbergs auf dem Bartholomäusfriedhof: Mehr als 50 Teilnehmer waren dabei. 

Göttingen. Mehr als 50 Menschen trafen sich am Samstag auf dem Göttinger Bartholomäusfriedhof am Grab von Georg Christoph Lichtenberg dessen 275. Geburtstag.

Es waren überwiegend Teilnehmer der 40. Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft, die trotz strömenden Regens zu der kleinen Feierstunde gekommen waren.

Dabei sprach Lichtenberg-Experte Prof. Ulrich Joost über den am 1. Juli 1742 in Ober-Ramstadt bei Darmstadt geborenen und am 24. Februar 1799 in Göttingen gestorbenen Mathematiker und Naturforscher, der als erster deutsche Professor für Experimentalphysik im Zeitalter der Aufklärung und als Begründer des deutschsprachigen Aphorismus gilt. In erster Linie räumte Joost mit dem Gerücht auf, der nur knapp über 1,40 Meter kleine Lichtenberg sei Hypochonder gewesen. „Zehn Jahre vor seinem Tod setzten in Folge einer starken Wirbelsäulenverkrümmung krampfartige Asthmaanfälle ein, die ihn monatelang ans Bett fesselten und ihm das Leben zur Hölle machten“, betonte der Experte.

Begleitprogramm

Bei der Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft, die von Freitag bis Sonntag in der Paulinerkirche und in der Historischen Sternwarte stattfand, widmeten sich die Redner dem Thema „Lichtenberg und die großen Männer“. Zum Begleitprogramm der Tagung zählten unter anderem Besuche der Ausstellungen „Lichtenberg reloaded“ im Alten Rathaus und „Kunstsequenzen Lichtenberg 4“ von Fintan Whelan im Lichtenberghaus sowie des Theaterstücks „Der größte Zwerg“ von Peter Schanz im Jungen Theater.

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