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Fernwehfestival: Vom Gänseliesel zur Küste der Antarktis

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Reisejournalist Gustavo Moreno Morales führte Interview mit der Menschenrechtsaktivistin Shahindha Ismail von den Malediven.

Für Freunde von Fernreisen gab es am Wochende nur einen Anlaufpunkt: Bei Vorträgen und an zahlreichen Ständen ließen sich die Besucher des Göttinger Fernwehfestivals im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität informieren und inspirieren.

Zu den Höhepunkten des Festivalsamstags gehörte ein Vortrag von Rutker Stellke, der seine Zuhörer im großen Hörsaal 010 mit auf eine zweieinhalbstündige Reise entlang der Küste der Antarktis nahm. Zusammen mehr als sieben Monate hat der Expeditions-Schiffsarzt in den vergangenen Jahren im extremen Süden unseres Planeten verbracht und dabei Orte besucht, an denen Pioniere der Polarforschung wirkten.

In seinem abwechslungsreichen Vortrag nahm er mit historischen Fotografien und Zitaten immer wieder darauf Bezug und vermittelte so einen anschaulichen Eindruck, mit welchen Naturgewalten Besucher der Antarktis damals wie heute konfrontiert werden.

In Filmsequenzen lernte sein Publikum neben der faszinierende Tierwelt auch Lewis Pugh kennen. Der Extremschwimmer und UN-Botschafter der Meere hatte sich erfolgreich dafür eingesetzt, in der Antarktis das größte Naturschutzgebiet der Erde zu etablieren. „Das war wirklich gut gemacht“, freute sich nach dem Vortrag der Duderstädter Peter Seitler, der mit seiner Frau nach Göttingen gekommen war.

Zum Abschluss des Samstags berichteten Jana und Jens Steingässer über Reisen zwischen Arktis und Südafrika. Ihre vier Kinder hatten sie dabei begleitet und so freute sich die Ethnologin, dass auch einige Familien ihren Vortrag im Saal 011 verfolgten. Faktenreich erzählt, veranschaulichten beeindruckende Bilder und Filmsequenzen die seit Jahren in vielen Teilen der Erde sichtbaren Auswirkungen eines sich verändernden Klimas. In Einspielungen kamen abschließend die Kinder der Steingässers mit Wünschen zu Wort, zum Schutze unseres Planeten das eigene Verhalten zu hinterfragen.

Berichtete über Reisen zwischen Arktis und Südafrika: Jana Steingässer während einer Vortragspause mit dem Publikum ins Gespräch.

Rund um die großen Vorträge ergänzten weitere das Programm, darunter von der wegen ihrer Arbeit bedrohten Menschenrechtsaktivistin Shahindha Ismail. Auf Einladung von Amnesty International Göttingen berichtete sie über die ungehinderte Entwicklung eines religiösen Extremismus sowie ökologischer Probleme in ihrem Heimatland Malediven, dem beliebten Urlaubsziel für Tauchtouristen. „Darüber erfährt man hier sonst nichts“, erklärte eine Sprecherin der Göttinger ai-Gruppe und zeigte sich über die langjährige Kooperation mit dem Veranstalter erfreut.

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