Brennende Reifen am Hiroshimaplatz

Feuer vor Göttinger Ausländerbehörde - Polizei vermutet politisch motivierte Tat

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Amtshaus in Göttingen neben dem Neuen Rathaus - Dort wurde in der Nacht zu Dienstag auf einer Fläche vor dem Gebäude ein Feuer gelegt.

Brennende Reifen vor der Göttinger Ausländerbehörde am Hiroshimaplatz, neben dem Neuen Rathaus, haben den Staatsschutz der Göttinger Polizeiinspektion auf den Plan gerufen. Sie vermutet einen politischen Hintergrund. Die alarmierte Feuerwehr löschte den Brand schnell ab.

Ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude war unwahrscheinlich, da der Brandhaufen etwa fünf Meter vor dem Gebäude auf einer Rasenfläche loderte.

Das Feuer wurde in der Nacht zu Dienstag zwischen 3.20 Uhr und 3.40 Uhr vor dem „Amtshaus“ gelegt. In diesem ist die Ausländerbehörde seit Kurzem untergebracht – auch um den Service bei Beratungen zu verbessern, wie die Stadt erst jüngst mitgeteilt und unsere Zeitung am Montag gemeldet hatte.

Anrufer hatten der Polizei gegen 3.35 Uhr einen Brand vor dem Behördengebäude gemeldet. Die ebenfalls alarmierte Berufsfeuerwehr Göttingen kam und löschte den Brand schnell. Die Polizei weist dennoch eindringlich auf die Gefährlichkeit von Feuer und dessen Unkontrollierbarkeit hin, was zu Gebäude- und schlimmstenfalls auch Personenschäden führen könne.

Zudem hinterließen die Täter auf einem Treppenabsatz im Eingangsbereich der Behörde die in roter Farbe geschriebene Parole „Feuer und Flammen den Abschiebebehörden“.

Auch deshalb vermutet die Staatsschutzkommission der Polizeiinspektion Göttingen eine politisch linksmotivierte Tat aus. In Göttingen gibt es häufig und fast regelmäßig Proteste gegen Abschiebungen von Menschen, die um Asyl gebeten haben und deren Aufenthaltserlaubnis ausgelaufen ist. In diesem Zusammenhang ist auch von „Abschiebebehörde“ zu hören. Eine Bezeichnung, gegen die sich die Stadt wehrt.

Eine konkrete Spur von den Brandstiftern gab es zunächst nicht.

Die Höhe des Sachschadens war zunächst unbekannt, meldete die Polizeiinspektion am Dienstagvormittag. Sie bittet um Hinweise von Zeugen unter Tel. 0551/491-2115.

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