Pöhlde/Herzberg

Feuerwehr Pöhlde erhält Spezialfahrzeug für 34 Tage – dann kommt es nach Hemeln und Gieboldehausen

Kreisbrandmeister Volker Keilholz, Marlies Dornieden, Stadtbrandmeister Gerd Herrmann, Ortsbrandmeister Tobias Lyko und Gerätewart Kasten HeiseEin offenes Einsatzfahrzeug der Feuerwehr, davor inspizieren vier Männer und eine Frau einige Ausrüstungsgegenstände.
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Da ist es: Das neue TLF 3000, das über diverse Spezialausrüstungen verfügt, ist Montag in Pöhlde angekommen und wird dort 34 Tage zu Übungszwecken stationiert sein. Auf dem Foto zu sehen sind von links Kreisbrandmeister Volker Keilholz, Marlies Dornieden, Stadtbrandmeister Gerd Herrmann, Ortsbrandmeister Tobias Lyko und Gerätewart Kasten Heise.

Über ein spezielles Einsatzfahrzeug kann sich die Feuerwehr Pöhlde freuen – für 34 Tage. Dann geht es an die Feuerwehren Hemeln und Gieboldehausen. Die Wehren sollen es testen.

Göttingen/Pöhlde – Für die Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden gibt es Spezialfahrzeuge mit besonderem Equipment. Ein solches steht seit Montagabend, 7. Juni, in der Garage der Ortsfeuerwehr Pöhlde, einem Stadtteil von Herzberg.

Die Freude bei der Übergabe vor versammelter Mannschaft und einigen Schaulustigen war groß, doch sie währt nur relativ kurz. Denn das TLF 3000 ist nur eine Leihgabe des Landes Niedersachsen, bleibt für 89 Tage im Landkreis Göttingen.

Neues Fahrzeug für Feuerwehr Pöhlde: Aus Celle abgeholt

Kreisbrandmeister Volker Keilholz (Obernfeld) hat es am Montag, 7.Juni, zusammen mit Kameraden der Pöhlder Feuerwehr aus Celle abgeholt. Dort gab es eine Einweisung und eine Probefahrt unter extremen Bedingungen.

„Wir waren auf dem Panzergelände unterwegs und haben erlebt, dass sich das allradgetriebene Fahrzeug durch 1,20 Meter tiefes Wasser und Schlamm wühlt“, zeigte sich Keilholz beeindruckt. Es ist extrem geländegängig.

Neues Fahrzeug für Feuerwehr Pöhlde: Einsatz vom Dach aus

Das TLF mit dem Kennzeichen CE – L 8211 hat 3000 Liter Wasser und C, B- und D-Schläuche mit einer Gesamtlänge von 155 Metern an Bord. Zur Ausrüstung gehört natürlich viel mehr.

Die Pöhlder Wehrmänner waren gleich auf dem Dach des neuen Fahrzeugs: Auch von dort kann im Einsatzfall gelöscht werden.

Das Besondere: Das Fahrzeug, das drei Feuerwehrleute als Besatzung hat, kann auch während einer langsamen Bewegung einen Löscheinsatz fahren. „Das funktioniert sogar vom Dach des TLF. Von dort aus können 1000 Liter pro Minute abgegeben werden“, erklärte der Kreisbrandmeister.

Neues Fahrzeug für Feuerwehr Pöhlde: 34 Tage in Pöhlde, 34 Tage in Hemeln, 21 Tage in Gieboldehausen

Kreisrätin Marlies Dornieden erläuterte bei der Übergabe, dass das Fahrzeug 34 Tage in Pöhlde bleibt, danach für 34 Tage in Hemeln und 21 Tage in Gieboldehausen stationiert wird. An allen Standorten soll intensiv geübt werden, danach sollen die Erfahrungen, Stärken und Schwächen des TLF aufgeschrieben werden.

Dornieden stellte heraus, wie wichtig derartige Fahrzeuge für die Wehren seien. Das hätte die Vergangenheit speziell bei den Moorbränden vor zwei Jahren gezeigt.

In unserer Region gebe es mit Blick auf Waldbrände eine enge Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Goslar, Harz und Nordhausen.

320 000 Euro kostet das Spezialfahrzeug: Bei der Übergabe dabei waren von links Kasten Heise, Volker Keilholz, Marlies Dornieden, Gerd Herrmann und Tobias Lyko.

Neues Fahrzeug für Feuerwehr Pöhlde: Notwendigkeit erkannt

Die neuen Fahrzeuge sollen in der kommenden Zeit von fünf Landkreisen getestet werden, könnten im Notfall von jeder Ortswehr angefordert und zentral eingesetzt werden.

Laut Dornieden stünden im Land Niedersachsen zehn Millionen Euro für neue Fahrzeuge zur Bekämpfung von Waldbränden bereit. Deshalb sehe sie gute Chancen, dass der Landkreis Göttingen ein eigenes derartiges TLF 3000 bekomme. „Die Notwendigkeit ist erkannt!“

Neues Fahrzeug für Feuerwehr Pöhlde: 320 000 Euro

In Pöhlde wird Gerätewart Karsten Heise, der bei der Abholung des Fahrzeugs in Celle dabei war, seine Kameraden jetzt schulen, stellte Ortsbrandmeister Tobias Lyko heraus.

Das neue TLF, das 320 000 Euro kostet, bekommt einen Platz in der durch eine Ausmusterung frei gewordenen Garage. (Hans-J. Oschmann)

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