Gewässer drohte umzukippen

Feuerwehr pumpt 600.000 Liter Wasser in den Schwänchenteich im Göttinger Cheltenhampark

Ein Feuerwehrauto der Freiwillgen Feuerwehr Geismar steht auf dem Gehwweg im Cheltenhampark. Wasser wird mittels großen Fontänen in den Schwänchenteich gepumpt.
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Der Schwänchenteich im Göttinger Cheltenhampark drohte umzukippen. Doch 600.000 Liter Wasser, die von der Freiwilligen Feuerwehr Geismar hineingepumpt wurden, konnten das verhindern.

Es war mal wieder soweit: Der Schwänchenteich im Göttinger Cheltenhampark drohte umzukippen. Die Freiwillige Feuerwehr Geismar sorgte mit 600.000 Litern Wasser für Abhilfe.

Göttingen - Immer wieder wird die Wasserqualität des Schwänchenteiches im Cheltenhampark am Rande der Göttinger Innenstadt bemängelt. Besucher des Cheltenhamparks und Anwohner des angrenzenden Schildwegs hatten es schon seit mehreren Tagen gesehen – und gerochen: Der Wasserspiegel des Schwänchenteiches sank immer weiter. Grund dafür ist eine Baustelle im Bereich des Friedländer Weges.

Der Reinsbach, der aus dem Göttinger Stadtwald über die Schillerwiesen in die Stadt fließt, teilt sich in diesem Bereich in zwei Arme. Während der eine zum Alten Botanischen Garten fließt, geht der andere unterirdisch in den Schwänchenteich. Und genau dieser Abzweig wurde wegen der Bauarbeiten vor geraumer Zeit gekappt, wie Dirk Tetzlaff, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Geismar erklärt. Dieser Zustand soll auch noch rund zwei Monate andauern.

1 Million Liter Wasser sind einfach verdunstet

Daher wurden die ehrenamtlichen Kräfte von der Stadt Göttingen beauftragt, Frischwasser in den Teich zu pumpen. Am Freitag waren 18 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen des sogenannten Wasserförderzuges für rund fünf Stunden vor Ort, um insgesamt 600 000 Liter Wasser in das Gewässer einzuleiten.

Der Aktion der Freiwilligen Feuerwehr Geismar wohnten auch einige Zuschauer bei. Vor allem für die Kinder auf dem angrenzenden Spielplatz war es ein großes Highlight.

„Normalerweise fasst der Schwänchenteich rund 2,5 Millionen Liter Wasser, jetzt waren es nur noch 1,5 Millionen“, so Ortsbrandmeister Dirk Tetzlaff. Bei dem warmen Wetter ohne größere Niederschläge in den letzten Wochen sei das Wasser schlichtweg verdunstet.

Das Frischwasser sollte zunächst aus dem Reinsbach oberhalb des Friedländer Weges genommen werden. Doch hier reichte der Wasserstand nicht aus. So entschloss man sich, das Wasser aus dem Hydrantennetz zu nehmen. Aus zwei sogenannten Monitoren spritzte es im hohen Bogen in den Teich.

Für die Kinder auf dem nahegelegenen Spielplatz ein Highlight, wenn ein Windstoß einige Tropfen an Land blies. „Auch die Reaktionen der Anwohner und Passanten sind allesamt positiv“, sagt Tetzlaff. „Und die Fische freuen sich ebenfalls.“

Der Schwänchenteich war in früheren Zeiten ein Teil der Befestigungsanlage des Göttinger Stadtwalls und sollte Feinde aufhalten. Früher war der Teich sogar für Schwimmer geöffnet, heute möchte und darf hier niemand mehr schwimmen. Immer wieder landet Müll im Teich, das Umfeld ist wenig attraktiv.

Aus diesem Grund erhält die Stadt Göttingen drei Millionen Euro Fördergelder vom Bund für die Umgestaltung des Cheltenhamparks. Im November 2020 kam der Bescheid. (Stefan Rampfel)

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