Übung

Feuerwehr trainiert Löschwasserförderung im Göttinger Stadtwald

Einsatz im Stadtwald: Viele Beteiligte der Freiwilligen Feuerwehr Geismar übte am Hainberg im Stadtwald die Löschwasserbereitstellung.
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Einsatz im Stadtwald: Viele Beteiligte der Freiwilligen Feuerwehr Geismar übte am Hainberg im Stadtwald die Löschwasserbereitstellung.

Die Löschwasserförderung über lange Wegstrecke – das war Inhalt der praktischen Ausbildung der Ortsfeuerwehr Geismar.

Göttingen – Am Wochenende übten im Göttinger Stadtwald 25 ehrenamtliche Einsatzkräfte, die mit fünf Feuerwehrfahrzeugen anrückten.

Ziel der Übung war es, rund 90 000 Liter Wasser vom Kaiser-Wilhelm-Park (KWP) bis zum rund einen Kilometer entfernten Parkplatz am Kehr zu befördern. Dazu mussten etwa 60 Höhenmeter überwunden werden. Anfangs gab es Probleme mit dem Wasserdruck. „Eigentlich sollten am Ziel acht bar Druck ankommen“, sagt Ortsbrandmeister Dirk Tetzlaff. „Wir hatten zunächst jedoch nur ein Bar Druck, viel zu wenig.“

Doch zuvor musste die Schlauchleitung verlegt werden. Das geschieht mit dem „Schlauchwagen 2000“, der 2000 Meter B-Schläuche geladen hat, verlegt in Buchten. Ein Schlauchtrupp steht bei der langsamen Fahrt gesichert auf der Laderampe und zieht die bereits zusammen gekuppelten Schläuche nach außen. So geht das Verlegen der 60 B-Schläuche relativ schnell. Ein B-Schlauch hat eine Länge von 20 Metern.

Um den Druck zu erhöhen, wurde zunächst ein anderer Unterflurhydrant gewählt, der vor der Pumpstation am Kaiser-Wilhelm-Park liegt. Doch als auch das keine nennenswerte Druckerhöhung ergab, wurde kurzerhand eine weitere Pumpe dazwischen gesetzt, sodass am Ende vier Pumpen für die Druckerhöhung im Einsatz waren.

Schläuche und Pumpen: Die Freiwillige Feuerwehr Geismar übte die Löschwasserbereitstellung im Stadtwald am Hainberg und holte Wasser von weither.

Am Kehr floss das Wasser in zwei 40 000 und 50 000 Liter fassende Löschwasserzisternen, die im Brandfall die Wasserversorgung am Kehr sicherstellen. „Im Notfall können wir hieraus auch Löschwasser bei einem Waldbrand entnehmen“, sagt Ortsbrandmeister Tetzlaff. „Im Realfall überbrücken die Zisternen die Zeit, die der Aufbau einer Wasserförderung über lange Wegstrecke benötigt.“

Der anstrengende Teil der Übung kommt jedoch zum Schluss: Der Schlauchwagen muss mit sauberen Schläuchen neu bestückt werden. Das dauert rund anderthalb bis zwei Stunden, schätzt Tetzlaff.

Zuletzt zum Einsatz kam der Schlauchwagen bei größteren Bränden an der Bauschuttdeponie Königsbühl 2016 bei Göttingen und beim Brand eines Bauernhofes in der Gemeinde Gleichen im 2019. (Stefan Rampfel)

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