5252 Aktive engagieren sich in 151 Wehren

Feuerwehren im Landkreis Göttingen sind für Einsätze gut gerüstet

Präsentieren eine „gut ausgerüstete“ Kreisfeuerwehr: Volker Keilholz und Marlies Dornieden.
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Präsentieren eine „gut ausgerüstete“ Kreisfeuerwehr: Kreisbrandmeister Volker Keilholz und Kreisrätin Marlies Dornieden.

Waldbrände im Harz, Chemieunfälle auf der Autobahn, Hochwassereinsätze an Bächen und Flüssen: Die 5252 aktiven Feuerwehrkameraden der 151 Wehren des Landkreises Göttingen sind für Einsätze aller Art gerüstet. Das hat Kreisbrandmeister Volker Keilholz anlässlich des Brandschutz-Tages betont.

Katzenstein – Ein Dutzend Fahrzeuge demonstrierte die Kreisfeuerwehr auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale Katzenstein am Stadtrand von Osterode. „Aufgrund der Corona-Pandemie können wir derzeit keine öffentlichen Veranstaltungen durchführen“, erklärte Keilholz. „Immerhin sind die internen Feuerwehr-Schulungen unter Hygieneauflagen wieder angelaufen, wenn auch noch nicht im erforderlichen Maße“, ergänzte die für Sicherheit und Ordnung zuständige Kreisrätin Marlies Dornieden. Bisher sind alle Wehren im Landkres trotz Corona voll einsatzfähig.

Zahlreiche Aktive der Feuerwehren waren nach der Arbeit aus dem ganzen Kreisgebiet mit Fahrzeugen nach Katzenstein gekommen. Dort gab es auf dem großen Parkplatz unter anderem ein Feuerwehrmotorrad zu sehen. Es wird bei Einsätzen zur Personensuche, für Erkundungsfahrten und für Kurierdienste eingesetzt. Die beiden bis zu 16 Tonnen schweren Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr verfügen jeweils über einen Besprechungsraum für fünf Personen. Diese leiten von dort aus einen Verband oder mehrere Einheiten. Zudem gibt es einen abgetrennten Funkraum mit drei Fernmelde-Arbeitsplätzen.

2019 hat die Kreisfeuerwehr zwei neue „Löschgruppenfahrzeuge Katastrophenschutz“ erhalten, die in Adelebsen und Landwehrhagen stationiert sind. Mit jeweils zwei leistungsstarken Pumpen und einer langen Schlachstrecke stellen sie bei Bränden die Löschwasserversorgung sicher.

Mit Werkzeug und Spezialgerät, darunter Chemikalienschutzanzügen, ist der „Rüstwagen 2“ ausgestattet, der in Hann. Münden untergebracht ist. Einsatzkräfte finden auf dem Fahrzeug alles, um Personen nach Unfällen aus ihren Fahrzeugen zu befreien, um umweltschädigende Substanzen aufzufangen oder Einsatzstellen auszuleuchten zu können.

Über Ausrüstung zum Aufspüren, Bestimmen und Messen von atomaren, biologischen und chemischen (ABC) Kampf- und Gefahrstoffen verfügt der „Gerätewagen Messen“. Die beiden Exemplare stehen in Diemarden und Dransfeld.

2000 Meter B-Druckschläuche kann der Schlauchwagen 2000 bei langsamer Fahrt auslegen. So garantiert die Feuerwehr über große Entfernungen hinweg etwa im Wald eine Versorgung mit Löschwasser.

Die Wehr in Hann. Münden verfügt über das „Fahrzeug Dekontamination Gerätschäften“. Mit dieser Ausrüstung lassen sich Flächen, Fahrzeuge und Geräte reinigen, die bei ABC-Einsätzen Verwendung fanden. „Der Landkreis, der jährlich für den Brand- und Bevölkerungsschutz 3,8 Millionen Euro ausgibt, investiert kontinuierlich die in die Erneuerung der Ausrüstung, in diesem Jahr 600.000 Euro“, sagte Kreisrätin Dornieden. (Michael Caspar)

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