Fragen und Antworten

Feuerwerksverbot in Göttinger Innenstadt: Streifen dürfen Böller einkassieren

Göttingen. Zur Jahreswende sind Böller und Raketen in der Göttinger City sowie in mehreren Innenstädten in Südniedersachsen tabu. Wir beantworten dazu die wichtigen Fragen.

Das Verbot soll intensiv kontrolliert werden: Gemeinsame Streifen von Polizei und Ordnungsamt sollen das Verbot in der Uni-Stadt durchsetzen.

Wo genau gilt das Böller-Verbot über den Jahreswechsel in Göttingen?

Das Verbot gilt wie vor einem Jahr innerhalb der Wallanlagen sowie auf dem gesamten Wall. Dort darf am Silvester- und am Neujahrstag, 31. Dezember und 1. Januar, kein Feuerwerk gezündet werden. An den anderen Tagen im Jahr ist das „Böllern“ ohnehin grundsätzlich verboten.

Sind Böller-Verbot auch in anderen Orten verboten?

Ja, auch im Kernort Bovenden sowie in den Innenstädten von Northeim, Goslar, Osterode ist das Feuerwerk ebenfalls verboten. Grund ist die Bebauung mit älteren Fachwerkhäusern und deren Schutz.

Warum gibt es überhaupt das Verbot?

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler sagt dazu: „Zum Schutz anderer Menschen und zur Sicherheit für die Gebäude in der City ist das Verbot unbedingt notwendig.“ Köhler hat dazu eine „Allgemeinverfügung“ erlassen. Vor dem Verbot war das „Böllern“ zum Teil eskaliert. Es gab immer wieder Verletzte.

Welche Feuerwerkskörper sind nicht erlaubt?

Nicht gezündet werden darf Feuerwerk der Klasse 2. Dazu gehören zum Beispiel Raketen oder Feuerwerks-Batterien, aber auch Knallfrösche oder China-Böller.

Was droht bei einem Verstoß gegen das Verbot?

Verstöße gegen das Böllerverbot sind laut Göttinger Stadtverwaltung eine Ordnungswidrigkeit und können mit einer Bußgeldzahlung bestraft werden. Die Stadt Göttingen und die Polizeiinspektion Göttingen werden gemeinsam das Verbot kontrollieren. Bereits am frühen Silvesterabend werden gemischte Streifenteams von Polizei und Stadtordnungsdienst in der City unterwegs sein. Sie beobachten die Situation, setzen bei Verstößen unter Umständen Bußgelder fest und dürfen Böller auch beschlagnahmen.

Wie wird das Alte Rathaus geschützt?

Die Berufsfeuerwehr wird im Dachgeschoss des Alten Rathauses eine Brandsicherungswache einrichten, da das Dach noch nicht wieder komplett geschlossen ist.

Was sagt die Polizei zu dem aktuellen Konzept?

Polizeidirektor Rainer Nolte von der Polizeiinspektion Göttingen macht deutlich: „Die gemeinsamen Präventionsstreifen im vergangenen Jahr verliefen aus unserer Sicht im Ganzen betrachtet positiv. „Die weiterhin angespannte Sicherheitslage immer im Hinterkopf, beobachten wir auch beliebte Treffpunkte von Feierenden oder größere Menschenansammlungen in der Innenstadt genau. Personell sind wir für diese Aufgaben gut aufgestellt.“

Was sagt der Stadtordnungsdienst der Uni-Stadt zu den gemeinsamen Streifen mit der Polizei?

Bei den gemeinsamen Streifen zum Jahreswechsel geht es auch um Information und Prävention: „Am besten wäre es natürlich, wenn ein Einschreiten gar nicht erforderlich ist, weil sich alle an das Verbot halten“, sagt Harald Melzer, Leiter des Fachbereichs Ordnung der Stadt.

Was ist mit dem Böllern in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern sowie Kinder- und Altersheimen?

Schon seit dem Jahr 2009 ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie von Reetdach- und Fachwerkhäusern streng untersagt.

Handzettel in fünf Sprachen informieren über das Böller-Verbot

Um möglichst viele über das Böller-Verbot in Göttingen zu informieren, werden Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes und der Polizei „zwischen den Jahren“ Plakate und Handzettel in englischer, arabischer, afghanischer und tigrinischer Sprache verteilen.

Die deutschsprachige Fassung steht unter dem Motto „Lass es krachen, aber ohne Böller!“. Über das bestehende Verbot will die Stadt schriftlich auch alle mehr als 60 Verkaufsstellen für Feuerwerk in der Uni-Stadt unterrichten.

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.