Filmprojekt geht in den Endspurt: Zombie-Schüler drehen wieder

Die Akteure lauschen gespannt: Nathan Lauer erklärt seinen Darstellern den Ablauf einer Szene. Foto:  Lawrenz

Göttingen. Die Göttinger Schüler drehen wieder. Für ihr Abitur haben sie die Arbeit an ihrem Film etwa drei Monate unterbrochen. Schon zwei Tage nach den mündlichen Prüfungen nahmen sie die Dreharbeiten wieder auf.

Und wenig später trafen sie sich am Göttinger Hainberg. Unter Regie des Initiators Nathan Lauer drehten sie im Wald eine Massenszene. Lauer ist Schüler am Hainberg-Gymnasium und gehört wie die meisten der Akteure im Film in den Abitur-Jahrgang.

Schon im Januar machte das junge Filmteam Schlagzeilen. Mit Unterstützung der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) drehte es Szenen im Naturbad in Grone und im Freibad am Brauweg. Nach den Prüfungen für das Abitur hatten sie den Drehtag im Wald angesetzt.

Immer wieder mussten die Zombies in die Kamera rennen, um gute Bilder in den Kasten zu bekommen. Schon das Schminken unter Regie von Charis Lieberum hatte viel Zeit in Anspruch genommen. Die unzähligen Wunden für den Krieg der Zombies waren laut Lauer schon am Vorabend vorbereitet worden. Der Film soll eine Apocalypse werden.

Eine „Apocalypse“ gab es beim Dreh: 15 Akteure konnten nicht kommen. Viele Aufgaben mussten umverteilt werden. Da waren Set Koordinator Lukas Klasen und Kameramann Max Friedrichs-Dachale wie viele andere doppelt gefordert. „Außerdem habe ich versucht, so zu filmen, dass die Menge der Zombies größer wirkt“, schilderte Lauer eine der Gegenmaßnahmen. „Weniger Leute bedeutet einfach mehr Stress.“ So war der Tag am Hainberg für ihn und die Schauspieler um Simon Frölich und Jan Salomon Schröder vermutlich der bisher anstrengendste Drehtag. Mit dem Ergebnis ist Lauer aber zufrieden. Vor allem die „Special Effects“ seien gelungen.

Einige Drehtage hat das Team jetzt noch vor sich. Weil Lauer noch andere Pläne hat, die ihn von der Arbeit an dem Projekt abhalten, soll der Film bis zum Herbst fertig werden. Mit dem Verkauf des Films –vornehmlich an die Akteure - will Lauer einen Teil seiner Ausgaben im mittleren dreistelligen Bereich abdecken. Die, die mitgemacht haben, bekommen das, wovon andere ihr Leben lang träumen: Sie können sich einmal in einem Film auf der Leinwand sehen. (zul)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.