Sondervermögen

Finanzminister: 300 Millionen für die Göttinger Uni-Medizin sind sicher

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Informierte sich vor Ort über die Arbeit der Universitätsmedizin Göttingen: Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (3.v.r.) war erstmals im Klinikum zu Besuch. Dabei wurde er unter anderem von der Landtagsabgeordneten Dr. Gabriele Andretta (2.v.r.) begleitet.

Göttingen. Die Finanzierung der Bauprojekte an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ist dauerhaft gesichert. Die Details erklärte Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) bei einem Besuch im Klinikum.

Der Landtag hatte ein Sondervermögen von 750 Millionen Euro beschlossen, davon 300 Millionen Euro für die UMG – wir berichteten. Dieser Betrag steht laut Schneider garantiert zur Verfügung, denn die Summe wurde aus dem Landeshaushalt bereits in die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen überführt. Dort bündelt das Land seine wirtschaftlichen Unternehmungen.

Reales Geld

„Das ist reales Geld“, betonte Schneider bei seinem Besuch. Da das Sondervermögen durch ein Gesetz gebildet wurde, könne auch eine neue Landesregierung nicht ohne weiteres an das Geld heran.

Insgesamt werden für alle geplanten Baumaßnahmen an der UMG etwa 1,1 Milliarden Euro benötigt. Das bedeutet, dass die Investitionssumme auch aus dem „normalen“ Etat des Landes finanziert werden muss. Das gilt übrigens auch für das erste große Bauprojekt – die Errichtung eines neuen Bettenhauses für 650 Patienten für 160 Millionen Euro. Laut Schneider wird der Neubau nach dem Baustart, der voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2018 erfolgen soll, das vom Finanzvolumen her größte Bauprojekt Niedersachsens sein.

Die Göttinger Landtagsabgeordnete Dr. Gabriele Andretta (SPD) lobte Schneider als „Promotor“ des Sondervermögens. „Wir profitieren besonders davon.“

Heyo K. Kroemer, Sprecher des Vorstands der Uni-Medizin, machte deutlich, dass für die Realisierung der Bauprojekte, zu denen auch das neue Bettenhaus gehört, eine Baugesellschaft gegründet werden soll. „Viele technische Fragen sind in kurzer Zeit zu beantworten“, sagte Kroemer. Wichtig sei eine sorgfältige Vorbereitung der Baumaßnahme.

Sanierungsstau

Schneider war zum ersten Mal bei der UMG zu Besuch: „Die zwei Stunden hier haben mir mehr gebracht als viele Stunden Aktenstudium.“ Gleichzeitig machte er deutlich, wie dringend die Baumaßnahmen an der Uni-Medizin sind. „Wir haben hier und an der Medizinischen Hochschule in Hannover einen Sanierungsstau.“ Das Land habe über Jahre hinweg zu wenig Geld in die Bauunterhaltung finanziert. „Das sind versteckte Schulden.“

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