Nach jahrelanger Diskussion

Flächennutzungsplan: Platz für neue Wohnungen in Göttingen

Göttingen. Die Stadt Göttingen hat einen neuen Flächennutzungsplan. Damit wurden die Voraussetzungen für den Neubau von Wohnungen und die Ansiedlungen von neuem Gewerbe geschaffen.

Mit ihrer Ratsmehrheit setzten SPD und Grüne das Projekt durch. Die CDU hatte sich enthalten.

Mehrere Jahre war im Vorfeld über das Projekt diskutiert worden. Damit soll der Neubau von mehr als 4800 Wohnungen in den kommenden zehn bis 15 Jahren ermöglicht werden. Außerdem werden neue Flächen für die Ansiedlung beziehungsweise die Erweiterung von Gewerbe bereitgestellt.

Wachstum der Stadt

Sie werden angesichts des prognostizierten Wachstums der Stadt dringend benötigt. Die Pläne stützen sich dabei auf die Wohnraumbedarfsprognose bis 2030, die von einem Wachstum der Stadt von derzeit etwa 123 000 auf bis zu 126 000 wohnungsmarktrelevanten Einwohnern ausgeht. Außerdem sollen etwa 48 Hektar, das entspricht der Fläche von sechs Fußballfeldern, neu für Gewerbe bereitgestellt werden sollen.

Bevor der Rat den Flächennutzungsplan verabschiedete, gab es eine längere Diskussion zu dem Thema. Dabei verteidigte SPD-Fraktionsvorsitzender Tom Wedrins das Werk. Es gehe darum, bezahlbaren Wohnraum im Stadtgebiet zu schaffen. Dabei wolle man mit einem maximalen Flächenpotenzial an den Start gehen.

Zuvor hatte Katharina Schüle-Rennschuh (CDU) deutliche Kritik an dem Flächenutzungsplan geübt: Insbesondere prangerte sie den massiven Mehrfamilienhaus am Greitweg in Grone (230 Wohnungen) und auf dem Holtenser Berg (360 Wohnungen) an, der durch die Neufassung des Flächennutzungsplanes zukünftig möglich sein wird. Stattdessen wünscht sie sich beispielsweise den Neubau von weiteren Häusern im Bestand, eine sogenannte Nachverdichtung, und setzt auf einen Generationswechsel in den kommenden Jahren, durch den Häuser neue und jüngere Besitzer bekommen können.

Rubriklistenbild: © Rampfel

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