Flitzer mit Mausefallen-Motor

Mausefallen-Motor: Göttinger Schüler sind zu Gast in der Sendung mit der Maus

Renner mit Mausefallenantrieb: Christoph Biemann, im grünen Pullover, von der Sendung mit der Maus beobachtet die Dreharbeiten im Theodor-Heuss-Gymnasium. Foto: Kopietz
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Renner mit Mausefallenantrieb: Christoph Biemann, im grünen Pullover, von der Sendung mit der Maus beobachtet die Dreharbeiten im Theodor-Heuss-Gymnasium. Foto: Kopietz

Göttingen. Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasium werden in der „Sendung mit der Maus“ zu sehen sein: Ein Team mit Christoph Biemann drehte in der Schule und beobachtete, wie Neuntklässler Autos bauen, die von einer Mausefalle angetrieben werden.

Mausefallen-Motor – Sendung mit der Maus: Der thematische Zusammenhang drängt sich auf. Doch das war weniger die Motivation für Christoph Biemann, einen Film über die bastelnden THG-Schüler zu machen. „Nein, mich hat einfach interessiert, wie das funktioniert und wie sie diese Aufgabe bewältigen“, erzählt Biemann, der Maus-Zuschauern durch seine grünen Pullis bekannt ist. Den trägt er auch am Dienstag im Physikraum, wo die Neuntklässler mit Schwerpunkt Mathematik/Naturwissenschaften in sechs Teams an Mini-Autos schrauben. Für den Redakteur und den Kameramann Gerald Schank bieten sich starke Motive. Die Autos rollen, die Technik ist von der Kamera gut einzufangen. „Wir drehen oft Beiträge im Miniatur-, im Nano-Bereich – hier gibt es Großes zu sehen“, sagt Christoph Biemann.

Die Formel-M-Modelle mit dem Mausefallenantrieb sind Kunstwerke, ausgestattet mit Rädern aus Pappscheiben oder Vinyl-Schallplatten.

Heiße Flitzer: Schüler der Klasse 9MN beteiligen sich an einem Wettbewerb der Stiftung Niedersachsenmetall und bauen Autos mit einem Mausefallen-Antrieb. Das rief die Macher der „Sendung mit der Maus“ auf den Plan. Sie drehten im THG. Daniel Sandrock, Benedikt Alt-Epping und Lehrer Ulli Schmidt (Mitte). Foto: Kopietz

„Sie müssen leicht und groß sein, dann ist die Übertragung des Impulses besser“, berichtet Benedikt Alt-Epping. Er hat mit Daniel Sandrock seinen Prototypen mit Gummi-Reifen schnell verändert. Jetzt rollt der Renner auf Pappscheiben. Denn das Ziel ist so weit wie möglich zu rollen und vielleicht einen Preis zu gewinnen. Die THG-Schüler machen nämlich bei dem Wettbewerb „Formel M“ der Stiftung Niedersachsenmetall mit und sind im Rennen mit etwa 20 Gruppen aus Braunschweig, wie Ulrich Rode von der Stiftung erzählt. Beteiligt ist auch das Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft. Showdown für die Formel-M-Boliden ist dann am 27. Mai in der Volkswagen-Halle in Braunschweig.

Bis dahin aber werden die THG-Schüler noch kräftig schrauben. Das Projekt wird zwar von der Schule und den Lehrern Ulli Schmidt sowie Sebastian Stehlik unterstützt, die Bastelarbeit jedoch leisten die Schüler in der Freizeit. „Wir werden das Auto weiter optimieren“, verspricht Daniel Sandrock. Das Prinzip aber bleibt erhalten: Der schnelle Impuls der zuschnappenden Mausefalle wird über einen langen Stab auf eine Schnur und eine Achse übertragen. „Das ist ganz einfach und faszinierend“, sagt Ulli Schmidt, der den Wettbewerb für eine ideale Ergänzung zum Unterricht hält. Mit klaren Vorgaben und Regeln kreativ an einem Projekt zu arbeiten, das sei einfach toll, sagt Schmidt. Und in den Lehrplan Physik für neunte Klassen passt es auch – der weist auch das Thema Impulsübertragung aus.

Apropos Übertragung: Auf den Bericht in der „Sendung mit der Maus“ müssen die THG’ler aber noch warten: Der Sendetermin könnte auch im Jahr 2015 liegen. (tko)

Von Thomas Kopietz

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