Flüchtlinge kommen in frühere Schulgebäude

Adelebsen/Rosdorf. Das Land Niedersachsen nimmt das Angebot des Landkreises Göttingen an. Flüchtlinge werden in ehemaligen Schulgebäuden in Rosdorf und Adelebsen untergebracht.

Zwei ehemalige Schulgebäude im Landkreis werden künftig zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt. Der Landkreis Göttingen hatte dem Land Niedersachsen die frühere Anne-Frank-Schule in Rosdorf und die vormalige Albert-Schweitzer-Schule in Adelebsen angeboten. Das Land habe das Angebot angenommen und werde die Gebäude als Außenstellen der Landesaufnahmeeinrichtung am Standort Grenzdurchgangslager Friedland betreiben, teilte Landkreis-Pressesprecher Ulrich Lottmann.

Die Nutzungsvereinbarung wurde am Dienstag von Landrat Bernhard Reuter und Dr. Susanne Graf, Leiterin der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, im Beisein von Staatssekretär Stephan Manke, Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport, unterzeichnet. Die Vereinbarung wurde am Rande des Besuchs von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière im Grenzdurchgangslager Friedland besiegelt.

Die Einrichtung am Standort Grenzdurchgangslager Friedland ist, wie berichtet, mit 3000 Flüchtlingen überfüllt. Zudem werden bereits gemeindliche Sporthallen in Rosdorf und Friedland als Notunterkünfte genutzt, die zu Schuljahresbeginn für den Sportunterricht benötigt werden.

Vor diesem Hintergrund vereinbarten Landkreis und Land, dass die frühere Anne-Frank-Schule bis März 2016 und die vormalige Albert-Schweitzer-Schule in Adelebsen zunächst bis Ende 2015 für die Unterbringung von Flüchtlingen mietfrei zur Verfügung steht.

Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge liegen in der Verantwortung des Landes und werden über die Landesaufnahmeeinrichtung Friedland gewährleistet. Die Gemeinden Rosdorf und Adelebsen stünden hinter dem Angebot und hätten Unterstützung zugesagt, so Lottmann.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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