Noch keine Abschiebungen nach neuem Asylrecht in Göttingen

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Flüchtlinge willkommen: Die Göttinger Verkehrsbetriebe haben eigens einen Flyer auf Englisch und Arabisch entwickelt.

Das neue Asylrecht ist am Wochenende in Kraft getreten. Stadt und Landkreis Göttingen haben aber noch keine Abschiebungen geplant, die auf die Verschärfung der Gesetze zurückgehen.

Zunächst warten die Ausländerbehörden auf Anweisungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Es entscheidet über die Asylverfahren. Landrat Reuter geht davon aus, dass die ersten Gespräche und Abstimmungen mit dem Amt schon bald stattfinden.

Nach dem neuen Asylrecht müssen Abschiebungen nicht mehr angekündigt werden. Außerdem gelten jetzt mehr Balkan-Länder, darunter Montenegro, Albanien und der Kosovo, als sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“. Folge: Die Chance von Asylbewerbern aus diesen Ländern auf Anerkennung sinkt rapide.

Unterdessen bereitet sich die Uni-Stadt verstärkt auf die Ankunft neuer Flüchtlinge vor. Sollten deutlich mehr Asylsuchende nach Göttingen kommen, müssen sie voraussichtlich vorübergehend in Sporthallen untergebracht werden. Als mögliche Notquartiere wurden jetzt die Halle der Geschwister-Scholl-Gesamtschule am Königsstieg, die alte Halle des Theodor-Heuss-Gymnasiums sowie die Jahn- und Hainbundhalle von der Stadt genannt.

Auf Flüchtlinge haben sich inzwischen auch die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) eingestellt. Sie haben ein spezielles Flugblatt entwickelt, das unter anderem über die Fahrpreise auf Englisch und Arabisch informiert. So kostet der Einzelfahrschein für den Bus im Göttinger Stadtgebiet 2,10 Euro für Erwachsene und 1,05 Euro für Kinder von 6 bis 14 Jahre. Außerdem erfahren die Fahrgäste in den beiden Sprachen beispielsweise, dass Mehrfachtickets erst nach Entwertung gültig sind. 

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