Akzeptanz bei den Anwohnern

Flüchtlings-Wohnanlage: Runder Tisch ist Erfolgsgeschichte

Wohnanlage für Flüchtlinge auf den Zietenterrassen: Vor gut einem Monat sind die ersten Asylbewerber eingezogen. Der „RundeTischZieten“, der sieht um die Neuankömmlinge kümmert, zieht eine erstes positives Fazit. Foto: Geier

Göttingen. Gut einen Monat nach dem Einzug der ersten Flüchtlinge in die Wohnanlage auf den Göttinger Zietenterassen hat der „RundeTischZieten“ ein positives Fazit gezogen.

Die Helfer lobten die Spendenbereitschaft und sehen eine langsam wachsende Akzeptanz bei den Anwohnern. Die 106 Bewohner seien in der Unterkunft gut angekommen, sagte die Sprecherin der Initiative, Jacqueline Jürgenliemk, auf HNA-Anfrage. Auch hätte sich die anfängliche Ablehnung bei vielen Anwohnern gewandelt. „Einige zeigen noch Skepsis, aber davon kommt in der Wohnanlage nichts an“, so Jürgenliemk. Protestzüge wie in anderen Städten seien ausgeblieben.

Noch zu Beginn des Jahres hatte die Auseinandersetzung um den Bau bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: Ein Informatik-Professor aus Clausthal-Zellerfeld hatte sich in einem viel kritisierten offenen Brief gegen die Einrichtung ausgesprochen, weil er Nachteile für den benachbarten Technologiepark befürchtete.

Dritter Bauabschnitt

Der dritte Bauabschnitt ist mittlerweile beendet, weitere Flüchtlinge werden in den nächsten Wochen auf den Zietenterassen eintreffen. Insgesamt ist das Areal für 180 Bewohner angelegt. Doch auch die Zahl der Helfer steigt stetig an. 300 Mitglieder zählt der „RundeTischZieten“ aktuell.

Neben der Verwaltung von Spenden steht die Integration im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten. „Wir zeigen den Menschen zum Beispiel, wie sie den Stadtbus nutzen können, und helfen bei der Kommunikation“, erklärte die Sprecherin. Gegenüber der Anlage an der Hannah-Vogt-Straße lagern die Helfer zudem Sachspenden auf einem großen Dachboden.

Spannungen unter den Bewohnern habe es vor allem in der „chaotischen Anfangszeit“ gegeben, weil viele Flüchtlinge die Anlage noch während der Bauphase beziehen mussten. Mit der baulichen „Notlösung“ sind die Helfer aber mittlerweile zufrieden. Und auch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Unterkunft lobte Jürgenliemk ausdrücklich.

Trotz großer Hilfsbereitschaft kann der RundeTischZieten weiterhin Spenden gebrauchen. Vor allem Winterbekleidung für Herren in den Größen M und S sind Mangelware. Auch Winterschuhe werden noch benötigt. Weitere Informationen gibt es im Internet. (ptt)

http://rundertischzieten.jimdo.com

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