Flüchtlingshilfe in Göttingen: Ohne Ehrenamtliche geht’s nicht

Ehemalige Voigt-Schule in Göttingen: Hier sind derzeit 80 Flüchtlinge untergebracht. Foto: Kopietz

Göttingen. Ohne ehrenamtliches Engagement geht in der Göttinger Flüchtlingshilfe nichts. Das wurde bei einer Diskussionsrunde im Integrationsrat deutlich.

Kritik an Internetseite

Von Flüchtlingsgruppen kam Kritik am neuen Internetangebot www.fluechtlingshilfe-goettingen.de. Aus Sicht von Sandra Tabakovic von der Initiative Weende ist das Internetangebot zu unübersichtlich. Ihre Initiative setzt hingegen auf das soziale Netzwerk Facebook. Weiterer Kritikpunkt: Ihre Initiative ist bislang noch nicht auf der gemeinsamen Seite und Stadt und Landkreis Göttingen zu finden. Achim Sterr von der Stadt Göttingen kündigte an, dass es im Januar eine Einführungsveranstaltung zu der Seite geben wird. Dabei sollen auch die Kritikpunkte zur Sprache kommen.

Zietenterrassen

Von positiven Erfahrungen mit Flüchtlingen berichtete der Runde Tisch Zieten. Dort gibt es verschiedene Gruppen, die sich um die neuen Einwohner im Stadtteil kümmern. Dazu gehören beispielsweise Willkommens- und Erstbegleitungsgruppen, Beschäftigungs- und Spielgruppen sowie eine Patenschaftsgruppe. Außerdem gehören Deutschkurse zum Angebot. Kritik wurde an den zu knapp bemessenen Gemeinschaftsräumen geübt. Dringend benötigt wird ein Treff. Außerdem empfinden viele Flüchtlinge die Fahrpreise für den Stadtbus als zu hoch. Hintergrund: Der Einzelfahrschein kostet 2,10 Euro. Den Flüchtlingen steht aber nur ein tägliches Taschengeld von fünf Euro zu.

Migrationszentrum

Mit verlängerten Öffnungszeiten will ab Januar das Göttinger Migrationszentrum auf die verstärkte Nachfrage reagieren. 200 Ehrenamtliche haben sich inzwischen auf einen Aufruf zur Mitarbeit gemeldet. Für die Betreuung der freiwilligen Helfer soll auch eine spezielle Rufnummer geschaltet werden.

Ehemalige Voigt-Schule

In der ehemaligen Voigt-Schule an der Bürgerstraße sind derzeit etwa 80 Flüchtlinge untergebracht. Allerdings gibt es nicht wie auf den Zietenterrassen eine hauptamtliche Heimleitung. Lediglich eine Sozialarbeiterin kümmert sich an zwei Wochentagen um die Belange. Dafür fangen die Ehrenamtlichen viel auf und unterstützen beispielsweise beim Lernen der deutschen Sprache oder bei Arztbesuchen. Nach einem Um- beziehungsweise Anbau an die Schule sollen dort 200 Flüchtlinge ein Heim finden.

Initiative Weende

Um 40 Flüchtlinge im Norden kümmert sich die Initiative Weende. Sie sind Ansprechpartner für die Flüchtlinge und organisieren zahlreiche Angebote.

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