Flüchtlingsprojekt: Sport-Parcours soll Hindernisse abbauen

Parcours-Elemente aus Holz: Unter Anleitung von Sven Piepkorn (2.v.r.) bearbeiten die Jugendlichen aus mehreren Nationen große Stämme. Foto: Schlegel

Göttingen. Ein besonderes Flüchtlingsprojekt läuft derzeit auf den Zietenterrassen in Göttingen. Dort bauen junge Leute aus mehreren Nationen einen Sportparcours.

Die Idee dazu entstand im Vorfeld eines Flüchtlings-Aktionstages am Gänseliesel. „Viele Jugendliche und junge Erwachsene bewegen sich einfach zu wenig. Daher soll der Parcours beim täglichen Sportprogramm helfen“, sagt Sandra Janßen von der Jugendhilfe Südniedersachsen.

Über Dutzend Jugendliche aus Eritrea, Afghanistan, dem Irak, Syrien und aus Deutschland arbeiten in den Herbstferien an der Anlage auf dem Gelände des SC Hainberg an der Bertha-von-Suttner-Straße. Aus riesigen Holzstämmen entstehen Hindernisse, die man überwinden muss. Ganz nebenbei erlernen die Jugendlichen außerdem den Umgang mit Holzbeitel, Säge und Hammer.

„Beim Sport werden Hindernisse überwunden. Der Parcours kann dabei helfen, Hindernisse zwischen den Kulturen abzubauen“, macht Sven Piepkorn deutlich, der die Jugendlichen bei den Projekt anleitet.

In der Landolfshäuser Jugend-Wohngruppe Phoenix entstanden die Anker aus Metall, mit denen die Parcours-Elemente im Boden befestigt werden. „Für die Jugendlichen ist das eigene willkommene Abwechslung von ihrem Alltag. Sie opfern dafür gern ihre Ferien“, sagt Janßen. Viele der jugendlichen Flüchtlinge wohnen im Göttinger Stadtgebiet in kleinen Wohngruppen und freuen sich, dass sie mit dem Projekt auf den Zietenterrassen etwas gemeinsam unternehmen können. Janßen hofft, dass insbesondere Flüchtlinge aus dem Wohnheim die neue Anlage annehmen.

Am Wochenende wollen Sportler die ersten Geräte schon einmal testen. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen. Weitere Sportgeräte sollen noch in den Osterferien gebaut werden. Finanziert wird die Aktion von der Jugendhilfe Südniedersachsen, die sich um die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in der Region kümmert. „Für die Fortsetzung des Projekts im Frühjahr brauchen wir noch finanzielle Unterstützung“, macht Janßen deutlich.

Kontakt: Jugendhilfe Südniedersachsen, Fachteam junge Flüchtlinge, Gothaer Platz 1, 37083 Göttingen, Tel. 05 51/99 95 89 31, E-Mail: info@jugendhilfe-sued-niedersachsen.de

www.jugendhilfe-sued-niedersachsen.de

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