Verwaltungsausschuss hat entschieden

Flüchtlingsunterkunft: Aus für Göttinger IWF-Heim in 14 Monaten

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Das ehemalige Institut für den Wissenschaftlichen Film in Göttingen: Nur noch bis Ende August 2018 werden hier Flüchtlinge untergebracht sein. Dann soll das Objekt abgerissen werden. Auf dem Gelände sollen Mehrfamilienhäuser entstehen.

Göttingen. Das Flüchtlingswohnheim im ehemaligen Institut für den wissenschaftlichen Film (IWF) am Nonnenstieg wird Ende August 2018 geschlossen. Das hat der Göttinger Verwaltungsausschuss am Montag beschlossen.

Das Gremium stimmte mehrheitlich für ein Konzept zur weiteren Reduzierung der Kapazitäten zur Unterbringung von Flüchtlingen.

Zunächst für ein Jahr soll die umstrittene Gemeinschaftseinrichtung am Anna-Vandenhoeck-Ring weiterbetrieben werden. Flüchtlingshelfer kritisieren bei dieser Unterkunft die schlechte Erreichbarkeit und die mangelnde Privatsphäre für die Bewohner.

Der Verwaltungsausschuss folgte damit einer am vor zwei Wochen mehrheitlich beschlossenen Empfehlung des Sozialausschusses, der sich zuvor bereits Anfang Mai dafür ausgesprochen hatte, drei weitere kommunalen Unterkünfte an der Bürgerstraße, der Gustav-Bielefeld-Straße und an der Große Breite zu schließen. Außerdem sollen in der Einrichtung am Albrecht-Thaer-Weg, die gerade im Bau ist, lediglich 150 und nicht 300 Plätze für Flüchtlunge genutzt werden. Die übrigen 150 Wohnplätze sollen für Studenten zur Verfügung stehen.

Ein Änderungsantrag der CDU-Fraktion, der den Weiterbetrieb am Nonnenstieg und am Anna-Vandenhoeck-Ring unter Verzicht auf eine Belegung am Albrecht-Thaer-Weg zum Ziel hatte, fand nicht die erforderliche Mehrheit.

Zu dem vom Verwaltungsausschuss beschlossenen Konzept zur Reduzierung von mehr als 400 Wohnplätzen für Flüchtlinge in den kommenden 14 Monaten zählt auch der Auftrag an die Verwaltung, mit dem Landkreis Göttingen über die Übernahme weiterer 100 Geflüchteter im kommenden Jahr zu verhandeln.

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