Flügelnuss

Ältester Baum auf Göttinger Schillerwiesen beschnitten

Arbeit in der Baumkrone: Stefan Krug und Martin Brokop schnitten vom Hubsteiger aus die kaukasische Flügelnuss auf den Göttinger Schillerwiesen zurück. Foto: Papenheim

Göttingen. Nicht nur Menschen gehen zum Friseur, gelegentlich müssen auch Bäume „frisiert“ werden: Der mutmaßlich älteste Baum auf den Göttinger Schillerwiesen, eine etwa 110 Jahre alte kaukasische Flügelnuss, bekam am Mittwochmorgen eine neue „Frisur“.

Um zu verhindern, dass Menschen durch abbrechende Äste gefährdet werden, schnitten Mitarbeiter der Fachfirma Pro Baum die extrem weit ausladende Krone des vielstämmigen Baumgreises zurück. Baumteile, die der Aboristiker Stefan Krug und der Baumpfleger Martin Brokop auf einem Hubsteiger stehend aus dem Geäst sägten, wurden gleich anschließend geschreddert. Der 1000 Euro teure Rückschnitt erfolgte im Einklang mit der Göttinger Baumschutzsatzung in der winterlichen Vegetationsruhe, um weder den Baum noch die auf ihm lebenden Tiere mehr als unvermeidbar zu beeinträchtigen.

Weil der markante Baum wegen seiner Hohlräume, seines Pilzbefalls und morscher Stellen stark bruchgefährdet ist, hatte die Stadt bereits Anfang 2012 einen Sicherheitszaun errichtet. Mit der neuen „Frisur“, schätzen Thomas Strümper vom Göttinger Grünflächenamt und Pro-Baum-Geschäftsführer Udo Sowitzki, kann die kaukasische Flügelnuss, die zu den schönsten Exemplaren ihrer Art in Deutschland gerechnet wird, noch mehrere Jahrzehnte lang mit ihrem Anblick die Besucher der Schillerwiesen erfreuen. (p)

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