Deutlich längere Reisezeiten

ICE-Streckensperrung: Busse statt rote Bahnen auf der Leinetalstrecke

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Die ICE-Streckensperrung wirbelt den Fahrplan durcheinander: Die roten Regional-Bahnen verkehren vom 24. April bis 8. Mai nicht zwischen Göttingen, Northeim und Kreiensen. Stattdessen sollen die Kunden auf Busse beziehungsweise den Metronom umsteigen.

Göttingen/Northeim. Kunden, die die Regional-Bahnen zwischen Göttingen, Northeim und Kreiensen nutzen, gehören zu den Leidtragenden der Sperrung der Neubaustrecke.

Die roten Bahnen werden von Sonntag, 24. April, bis Sonntag, 8. Mai, nicht auf der Leinetalstrecke verkehren. Stattdessen werden zwischen Göttingen und Northeim Ersatzbusse eingesetzt. Zwischen Göttingen und Kreiensen sollen die Kunden den Metronom nutzen.

Die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ hat jetzt auf ihrer Website eine entsprechende Vorabinformation veröffentlicht.

Auf der alten Strecke zwischen Göttingen und Kreiensen fahren während der Sperrung der Neubaustrecke im Nahverkehr ausschließlich die Metronom-Züge.

Die Kapazität der Regional-Bahnen wird benötigt, um die schnellen ICE-Züge auf der Leinetalstrecke unterbringen zu können. Hintergrund: Während der 16-tägigen Aktion wird der Schotter auf der Neubaustrecke zwischen Kassel und Hannover ausgetauscht.

In Northeim beziehungsweise Kreiensen werden dann die roten Züge nach Nordhausen beziehungsweise Goslar erreicht. In umgekehrter Richtung sollen die Fahrgäste ebenfalls in Kreiensen in den Metronom beziehungsweise in Northeim auf einen Ersatzbus umsteigen.

Reisezeit verlängert sich

Dadurch werden sich die Reisezeiten zum Teil deutlich verlängern. Ein konkretes Beispiel: Braucht man normalerweise für die Fahrt von Göttingen nach Katlenburg 24 Minuten, so dauert die Fahrt während der Sperrung insgesamt 48 Minuten - also doppelt so lange, da zwischen Göttingen und Northeim der Bus genutzt werden soll. Die Nutzung des Metronoms bis Northeim ist für diese Kunden nicht sinnvoll, da sie sonst in der Kreisstadt fast 50 Minuten auf den Anschluss warten müssten.

Kritik kommt vom Fahrgastverband Pro Bahn: „Die Pendler des Nahverkehrs zahlen die Zeche für die Fehlleistungen der Deutschen Bahn bei der Sanierung der ICE-Strecke“, sagt Regionalvorsitzender Michael Reinboth.

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