Aktions des Friedensforums

Forderung aus Göttingen: Endlich große Probleme lösen

Osteraktion vor dem Audimax in Göttingen: Etwa 80 Teilnehmer kamen zur Friedensdemo.
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Osteraktion vor dem Audimax in Göttingen: Etwa 80 Teilnehmer kamen zur Friedensdemo.

Mit einer Kundgebung haben Vertreter zahlreicher Göttinger Initiativen und Gewerkschaften am Osterwochenende vor dem Audimax am Weender Tor unter anderem für Frieden und gegen Aufrüstung demonstriert.

Göttingen – Aufgerufen zu der Aktion, die auch in diesem Jahr wieder anstelle des traditionellen Ostermarsches stattfand, hatte das Göttinger Friedensforum zusammen dem Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB) Südniedersachsen-Harz, der Deutschen Friedensgesellschaft, der Anti-Atom-Initiative und weiteren Organisationen. „Die jüngsten weltpolitischen Entwicklungen sind brandgefährlich“, eröffnete Friedensforum-Sprecher Gunnar Siebecke die unter dem Motto „Sicherheit durch Abrüstung“ stehenden Veranstaltung, an der rund 80 Frauen und Männer unter strikter Einhaltung der Corona-Regeln teilnahmen. „In Europa beobachten wir eine Zuspitzung der Spannungen zwischen Ost und West hin zu einem neuen Kalten Krieg“, so Siebecke weiter. „Feindbilder“ wie Russland oder China passten nicht in die politische Landschaft. „Nicht zuletzt wegen dieser beängstigenden Entwicklung ist es enorm wichtig, hier und heute trotz der Corona-Pandemie für Frieden zu demonstrieren und ein Zeichen zu setzen“, so Siebecke.

„Im Schatten von Corona werden europa- und weltweit militärische Konflikte und Kriege ausgetragen – mit ungezählten Opfern“, hatte es bereits im Vorfeld in einer Ankündigung des Friedensforums geheißen. Waffenexporte erreichten demnach neue Rekordhöhen. Das Ergebnis seien Tod und Zerstörung, Hunger und Flucht, Elendslager und Ertrinkende an Europas Außengrenzen. „Es ist Zeit zum Umdenken“, betonte Ecki Stedeler vom Friedenforum, der den Reigen der Ansprachen eröffnete. „Wir müssen uns endlich auf die großen Probleme der Menschheit konzentrieren, die nicht militärisch zu lösen sind.“

Diese Bedrohungen hießen Klimakrise, Hunger und Pandemien – Resultate einer ungehemmten profit- und wachstumsorientierten Produktionsweise. „Und diese Bedrohungen wachsen, wenn Milliarden in militärische Aufrüstung fließen statt in das Gesundheitswesen, in die Bildung, die Energiewende und in einen schonenden Umgang mit den Ressourcen der Erde.“ Aus diesem Grund fordere man neben Abrüstung statt Aufrüstung auch einen Stopp von Rüstungsexporten, keine bewaffneten Drohnen für die Bundeswehr, das Ende „des atomaren Wahnsinns“ sowie einen Stopp von Werbung für die Bundeswehr.

Zu den weiteren Redner zählten unter anderem Martin Kirsch von der Informationsstelle Militarisierung (IMI), Alexander Steffens (Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs), Christine Rose vom Friedensforum sowie ein Mitglied der Schülerbewegung „Fridays for Future“. (Per Schröter)

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