Deutsch-russische Gesellschaft ist Partner

Forderung: Mehr Hilfe für Migranten in der Krise

Josef Wochnik
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Josef Wochnik, Deutsch-russische Gesellschaft

In der Uni-Stadt sollen noch mehr Ehrenamtliche und Freiwillige in die Flüchtlingsarbeit einsteigen. Das ist das Ziel des Projekt „Samo.fa“, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert.

Göttingen – In Göttingen ist die Deutsch-russische Gesellschaft (DRG) der lokale Partner für das Projekt, das es in 32 Städten in ganz Deutschland gibt. Etwa 600 Migrationsorganisationen in allen Regionen der Bundesrepublik sind insgesamt beteiligt.

Bei einer Gesprächsrunde in Grone ging es um konkrete Maßnahme und Projekte für Migranten in der Corona-Krise. Klar ist: Bei der Zusammenarbeit zwischen den Migratenorganisationen und der Stadtverwaltung besteht noch Verbesserungsbedarf. „Wir haben praktische Erfahrungen gesammelt, die von der Stadt genutzt werden könnten“, sagt Josef Wochnik von der Verwaltung der deutsch-russischen Gesellschaft.

Ein konkretes Beispiel: Viele Kinder und Jugendliche haben keine eigenen Internetzugang beziehungsweise eigene Endgeräte für das Lernen in den eigenen vier Wänden.

„Diese Defizite konnten wir durch private Rechner beheben, die von unseren Ehrenamtlichen in unser Zentrum mitgebracht werden müssen. Etwa 40 Kinder nutzten dieses Angebot regelmäßig“, sagt Wochnik.

Ein weiteres Beispiel ist die Corona-Hotline, die zu Beginn der Krise von der Stadt Göttingen eingerichtet worden war. „Dort gab es leider keine Gesprächspartner in Russisch, Persisch, Arabisch und anderen Sprachen. Wir haben der Stadt unsere Hilfe angeboten, aber keinen Rückruf bekommen“, beklagt Wochnik. Er hofft, dass die Zusammenarbeit auch in diesem Bereich besser wird.

Die Stadt hat bei der dritten Dialog-Konferenz in Grone zugesagt, sich stärker um die Bedürfnisse von Migranten zu kümmern. So sollen beispielsweise mehrsprachige Hotlines eingerichtet werden. Außerdem will die Stadt die vorhandenen Erfahrungen der Migrantenorganisationen noch besser als bisher nutzen.

Beim Thema Computerausstattung will die Stadt nach Möglichkeit bedürftigen Schülern helfen. Außerdem soll zwischen mehreren Migranten-Organisationen ein Verbund gegründet werden, um stärker gemeinsam auftreten zu können. Weitere Infos gibt es im Internet.  (bsc)

drg-goettingen.eu

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