Marktbeschicker entlasten

Forderung: Stadt Göttingen soll Standgebühren für Weihnachtsmarkt ganz streichen

War nur wenige Tage geöffnet: Der Weihnachtsmarkt in Göttingen. Die Stadt prüft nun auf CDU-Antrag, ob die Standgebühren erlassen werden.
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War nur wenige Tage geöffnet: Der Weihnachtsmarkt in Göttingen. Die Stadt prüft nun auf CDU-Antrag, ob die Standgebühren erlassen werden.

Die Stadt soll auf die Standgebühren beim kürzlich geschlossenen Göttinger Weihnachtsmarkt verzichten. Das hat die CDU-Ratsfraktion in einem Antrag an den Rat der Stadt gefordert.

Göttingen – Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) sagte auf Anfrage unserer Zeitung diesbezüglich, dass man sicher zu einem akzeptablen Ergebnis kommen könne.

Die enorm angespannte Infektionslage sowie die 2-G-Regelung beim Verzehr von Speisen und Getränken seien für die Budenbetreiber, Schausteller und Marktbeschicker bereits eine große Herausforderung gewesen. „Die nun notwendige Schließung markiere das Ende einer kurzen und umsatzschwachen Saison“, sagt Fraktionsvorsitzender Olaf Feuerstein. Erneut stünden die Standbetreiber vor geschlossenen Buden und zudem vor Auf- und Abbaukosten sowie vor anfallenden Standgebühren.

„Hinsichtlich dieser Kosten fordern wir die Stadt dazu auf, den Standbetreibern in finanzieller Hinsicht entgegenzukommen und auf die Gebühren in diesem Jahr zu verzichten. Auch wenn dies nur, ein Tropfen auf den heißen Stein sein mag, so ist es dennoch ein Zeichen der Unterstützung gegenüber den Menschen, die für einige Tage weihnachtliche Stimmung in die Innenstadt gebracht haben“, sagt Olaf Feuerstein.

Zum Thema passt auch, dass der Präsident des Schaustellerbundes, Albert Ritter, eine vernichtende Bilanz zur Weihnachtsmarktsaison gezogen hat: „Die Weihnachtsmärkte waren ein finanzielles Desaster.

Die Einschränkungen waren einfach zu stark“, sagte er,wie epd berichtet. Bei der 2G-Reglung seien die Umsätze auf ein Drittel des Normalniveaus gefallen. 2G plus sei sogar einer Absage gleichgekommen: „Dann waren es nur noch fünf bis zehn Prozent des üblichen Umsatzes.“

Ritter forderte mehr Unterstützung von der Bundesregierung und sprach von einer „Winterhilfe“: „Wir gehen jetzt bis Ende März in die traditionelle Winterpause. Die nächsten Veranstaltungen sind erst um Ostern herum“, sagte Ritter, der noch einmal betonte: „Es muss einen Schadensausgleich geben, die Überbrückungshilfen müssen über den März hinaus verlängert und die Kredittilgung bis zwölf Monate nach Pandemieende ausgesetzt werden.“ (Thomas Kopietz, mit epd)

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